Mittwoch, 27. November 2013

Veganes Eiklar, Meringue und Macarons

aufgeschlagenes Vegan-Eiklar
02.12.2013 Update: Es gibt jetzt eine verbesserte, steifere Version Vegan-Eiklar hier. Dazu auch Walnuss-Baiser.

Vor kurzem hat mir eine liebe Seele einen Link von einem Forum zugeflüstert, den ich gleich verfolgte. Dort wurde heftig über vegane Meringues und Macarons diskutiert. Es ging in erster Linie um die Weiterentwicklung eines Schaums, der von dem Blog Artisan Vegan Life stammte. Dort wurde behauptet, dass er nicht hitzebeständig sei, was in dem Forum widerlegt wurde und ich nun bestätigen kann.

Leinsamenwasser wird ja sehr häufig in einer eierlosen Küche als Eiersatz beim Backen verwendet. Die Weiterentwicklung zu einem stabilen Schaum mit eiklarähnlichen Eigenschaften ist noch eher unbekannt.

Leinsamenwasser ist natürlich vornehm ausgedrückt, denn eigentlich handelt es sich um das Kochwasser von Leinsamen, was dann natürlich kein Wasser mehr ist, sondern eine eher schleimige Masse mit eiklarähnlichem Aussehen und Eigenschaften.

Leider habe ich mich ohne Fotoapparat in die Küche begeben um die Sache einmal auszuprobieren. Also gibt es nur ein paar Fotos von dem Ergebnis. Wer aber ein Vorstadien dazu sehen möchte, kann das auf dem englischen Blog hier.

Meringue hatten wir ja schon zweimal aus einem Milchschaum hergestellt, der einmal mit Mehl und einmal mit Guarkernmehl erzeugt wurde. Was dabei nicht funktionierte waren Macarons. Etwas was mir - wenn auch noch nicht perfekt - aber  ansatzmässig mit diesem Schaum gelungen ist. 

Was ich heute zeige sind mehr oder weniger nur meine Erstversuche. Weitere werden sicher noch folgen. 

Viel Spaß beim Experimentieren
Anna

Zutaten:
60 g Leinsamen, ganz!
720 ml Wasser
  1. Leinsamen und Wasser in einem Topf geben. Einmal kurz umrühren und zum Kochen bringen. 
  2. Hitze zurückschalten und auf kleiner Hitzestufe weiter 20 bis 30 Minuten köcheln lassen. Nicht abdecken!
  3. Wenn eine Probe von dem Kochwasser auf einem kalten Teller die Masse zu einem dicken Schleim erstarren lässt dann ist sie fertig.
  4. Durch einen Sieb gießen. Der Sieb sollte nicht zu fein sein, aber auch keine Leinsamen durchlassen.
  5. Das Vegan-Eiklar (um das Wort Schleim zu vermeiden) auskühlen lassen. Dann in dem Kühlschrank kalt stellen, wo es bis zu einer Woche aufbewahrt werden kann. Die Masse kann auch eingefroren werden.
  6. Vegan-Eiklar vor dem Aufschlagen noch kurz in das Tiefkühlfach stellen. Es soll richtig kalt sein.
  7. Da Spülmittel Schaumtöter sind, die Schlagschüssel und den Schneebeseneinsatz mit Essigwasser abwischen.
  8. Vegan-Eiklar in die Schüssel der Küchenmaschine schütten.
  9. Auf höchster Stufe 8 bis 10 Minuten rühren. die Masse bleibt lange zäh bis sie sich plötzlich in einen weißen Schaum verwandelt. Dieser Schaum kann beliebig gesüßt und in Cremen für Desserts weiter verarbeitet werden. Fotos hier.
Tipp: Aus den restlichen Leinsamen mit etwas Mehl, Kümmel, Backpulver und Salz ein kleines Brot backen. Wird super saftig und ist sehr lecker.


Weiterverarbeitung in Meringue:
(Vegan-Eiklar vor dem Aufschlagen abwiegen.
Die gleiche Menge Feinkristallzucker bereit stellen.)
300 g Vegan-Eiklar aufgeschlagen
300 g Feinkristallzucker
Vanillezucker (kein Vanillin!)
1 bis 2 Prisen Zitronensäure (alternativ Zitronensaft oder Creme Tartar)
  1. Zitronensäure in das aufgeschlagene Vegan-Eiklar geben und weiter schlagen. Die Masse vermehrt sich sichtbar dabei.
  2. Esslöffelweise den Zucker vorsichtig hinzufügen.
  3. Vanillezucker hinzufügen.
  4. Fertige Masse in einen Plastikdressiersack füllen. 
  5. Ein kleines Loch schneiden und beliebig auf ein Backpapier - besser Backmatte - spritzen.
  6. Backrohr auf 120 °C vorheizen.
  7. Backblech einschieben.
  8. Sobald die Oberfläche ein Häutchen bekommen hat, Hitze auf 100 °C zurückschalten.
  9. Nach 1 bis 2 Stunden ausschalten und im Backrohr fertig trocknen lassen.
  10. Sie sind fertig, wenn sie sich leicht vom Backpapier lösen lassen. Das kann man aber nur richtig feststellen, wenn sie kalt sind. Sind sie nach dem Auskühlen noch immer nicht richtig fest, dann einfach noch einmal nachtrocknen lassen. Je nach Größe ist die Trockenzeit sehr unterschiedlich.

Fertige Meringue-Masse - (hier bereits mit Xanthan)
auf ein Backpapier gespritzt und bereits im Ofen
Weiterverarbeitung in Macarons:
150 g Meringue-Masse
85 g Mandelmehl
2 TL Weizenstärke *optional
1/2 TL Xanthan *optional

Das sind die Zutaten, die ich verwendet habe und die zwar nicht zu dem optimalen Erfolg geführt haben - sie haben die gespritzte Form gehalten und keine Füßchen bekommen. Weizenstärke ist wahrscheinlich keine so gute Idee gewesen. Das Xanthan stabilisiert den Schaum - da ich sie nicht ohne versucht habe, kann ich nicht sagen, wieweit Xanthan wirklich notwendig ist. Xanthan ist ein fermentierter Glukosesirup, der bei uns Online erhältlich ist.
  1. Wenn Xanthan verwendet wird, dann wird das Pulver noch vor dem Hinzufügen des Zuckers beim Aufschlagen mit hineingestreut. 
  2. Gehackte, geschälte  Mandeln bei mittlerer Hitze in einer Pfanne kurz trockenrösten. Auskühlen lassen und in einer Kaffeemühle zu Mehl mahlen.
  3. Unter die Meringue-Masse heben. 
  4. Weizenstärke darunter heben.
  5. In einen Dressiersack mit kleiner Tülle füllen und kleine münzgroße Portionen auf das Backpapier oder die Backmatte spritzen.
  6. Backrohr auf 140 °C vorheizen.
  7. 5 Minuten backen, dann Hitze auf 120 °C zurückstellen und noch weitere 10 Minuten backen.
  8. Herausnehmen und auskühlen lassen.
  9. Mit beliebiger Ganache füllen.
"Macarons" mit Haselnussganache gefüllt
(hineingespachtelt - besser würde es gespritzt aussehen)

Samstag, 23. November 2013

Apfeltörtchen mit Karamell


Katha von Katha-kocht! hatte vor kurzem einen Blog-Event mit dem interessanten Thema Tapas. Es wurde auch das Buch "Partyküche" verlost und ich war der glückliche Gewinner.  Es ist ein Buch in einem sehr angenehmen handlichen Format mit vielen interessanten Rezepten. Ich wählte daraus rasche Apfeltörtchen. 

Der Grund warum ich dieses Rezept zuerst wählte, war natürlich meine Experimentierfreude. Diese Törtchen werden upside down in Muffinsformen gebacken. Das interessante für mich war der Blätterteig. Sie sahen auf dem Foto ganz gut aus. Aber gekaufter Blätterteig wölbt sich ja normal und schrumpft auch immer etwas. Dieser Blätterteig wird dünn ausgerollt, dann werden Scheiben im ø 7 cm ausgestochen und zuletzt einfach auf die Apfelschicht daraufgelegt.

Ergebnis:  Der Blätterteig, der noch zu dick war, hat sich gewölbt. Der zu dünn war, war durchweicht. Er hat sich auch wie erwartet zusammengezogen, aber da der Muffinsboden ohnehin kleiner ist, war dieser Punkt in Ordnung. Würde ich diese Törtchen noch einmal machen? Eher nein. Denn viele sind mir nicht aus den Formen gegangen. Ich glaube ich bleibe da bei der alten Methode mit dem Blindbacken. Die Idee mit dem Karamell hat mir aber gefallen und daher werde ich die Törtchen sicher wiederholen, aber nicht upside down. Denn lecker waren sie!

Ich habe das Rezept leicht abgewandelt. Statt den flüssigen Karamell gleich in die Mulden der Muffinsform zu gießen, bin ich den einfacheren, längeren Weg gegangen und habe darin Karamellpulver verteilt. Statt der 20 Stück habe ich 24 Stück gemacht. Es bleibt dabei auch da ein Rest Blätterteig, den ich dann mit Kaffeesahne bestrichen, mit Salz und Kümmel bestreut und in kleinen Stäbchen geschnitten habe. Diese Kümmelstäbchen waren auch sehr lecker.

Viel Spaß beim Nachbacken
Anna

Zutaten für 24 Stück:
120 g Zucker
1 Pkt. Blätterteig
3 1/2 Äpfel
etwas Mehl für die Arbeitsfläche

2 Muffinsformen
  1. Zucker in einer Pfanne gleichmässig durch Schütteln verteilen. Auf mittlerer Hitze ohne Rühren zum Schmelzen bringen. 
  2. Karamell auf ein Backpapier oder eine Silikonmatte schütten. Erkalten lassen. In Stücke brechen. 
  3. In 3 Durchgänge die Stücke in der elektrischen Kaffeemühle mahlen. Dabei zählen wir 21, 22 (2 Sekunden) und lassen den Knopf los. Das meiste ist dann bereits Staub. Kleinere Stücke dürfen ruhig dabei sein.
  4. Mit einem Teelöffel das Karamellpulver in die Mulden der beiden Muffinsformen verteilen.
  5. Backrohr auf 200 °C vorheizen.
  6. Arbeitsfläche bemehlen. Blätterteig halbieren und etwas ausrollen. Mit einer Ausstechform 24 Scheiben im Durchmesser von 7 cm ausstechen. Dazu benötigen wir noch etwas von der anderen Hälfte des Blätterteigs.
  7. Äpfel schälen, entkernen und Vierteln. Jedes Viertel in einige Scheiben schneiden. 
  8. Scheiben auf den Karamell legen.
  9. Blätterteigscheiben darauf legen.
  10. 10 Minuten backen.
  11. Herausnehmen und leicht abkühlen lassen.
  12. Ein Schneidbrett darüber legen und die Form umdrehen.
  13. Apfeltörtchen warm oder kalt servieren.

Zucker in der Pfanne verteilt
Zucker beginnt zu karamellisieren
zerbrochener dünn ausgestrichener Karamell
in der Kaffeemühle gemahlen
Karamellpulver in den Mulden einer Muffinsform
ausgestochener, ausgerollter Blätterteig 
Äpfelscheiben auf Karamellpulver
...Blätterteigscheiben darauf gelegt
nach dem Backen 
auf Schneidbrett gestürzt (hat nicht gut funktioniert)


Samstag, 16. November 2013

Argentinische Alfajores


Südamerikaner haben eine gemeinsame Vorliebe: Dulce de Leche - eine karamellisierte Milchmarmelade, die durch langsames Einkochen von Vollmilch und Zucker zubereitet wird. Es gibt auch Abkürzungen mit gezuckerter Kondensmilch, die aber lange nicht so gut schmecken. Klassische Alfajores sind nichts anderes als zwei einfache Mürbteigkekse mit viel Dulce de Leche dazwischen. Alfajores gibt es überall in Südamerika, aber die Argentinier liegen mit ihrem Verbrauch an der Spitze. Statt der Mürbteigkekse werden auch noch häufig "alfajores de maizena" gebacken. Das sind Kekse mit viel Eidotter und Maisstärke. Auch wenn ich denke, dass unsere Haselnussmürbteigkekse besser passen würden, wollte ich ein Rezept mit Maisstärke entwickeln, das den Dotter versuchsweise ersetzt. Das Ergebnis waren Kekse, die anders als die Sahneblümchenkekse und Schneeflocken aus unserem Kochbuch, nicht auf der Zunge zergehen, sondern eher fest und knusprig sind. Eine gute Voraussetzung zum leichten Bestreichen mit der zähen, klebrigen Dulce de Leche Masse.

Argentinische Alfajores wollte ich eigentlich schon sehr lange einmal zubereiten. Tina vom Blog Lunch for One wünscht sich von uns Plätzchen aus aller Welt. Eine gute Gelegenheit für mich die Alfajores einmal in die Tat umzusetzen. Sie sind gut geworden, aber nach dem Urteil der Testesser war zuwenig Dulce de Leche in den Keksen. Das nächste Mal werde ich sie also kleiner machen, damit die Dulce de Leche Schicht höher wird.

Viel Spaß beim Nachbereiten
Anna

Blogevent Plätzchen aus aller Welt

Zutaten für 36 Stück:
Dotterersatz für 3 Dotter:
60 ml Milch
1 g Johannisbrotkernmehl
1 TL Bio-Sonnenblumenöl
Teig:
250 g Maisstärke
200 g Weizenmehl
4 g Backpulver
140 g Zucker
110 g Butter
50 ml Milch
20 g Frischkäse Doppelrahmstufe
Abrieb einer halben Zitrone
Mark 1 Vanilleschote
Fülle:
500 g Dulce de Leche (mit Milch selbstgekocht)
  1. Dotterersatz: Kalte Milch und Johannisbrotkernmehl mit dem Schneebesen gut in einer kleinen Metallschüssel verrühren. Schüssel auf heißem Dampf stellen und solange rühren bis die Masse sämig geworden ist. Sonnenblumenöl hinzufügen und weiter rühren. Die Masse wird jetzt leicht schaumig. Abkühlen lassen.
  2. Inzwischen Butter und Zucker schaumig rühren. Die abgekühlte Johannisbrotkernmehlmasse hinzufügen und nach und nach einrühren.
  3. Maisstärke, Weizenmehl und Backpulver mischen und dazurühren.
  4. Milch, Frischkäse, Zitronenschalenabrieb und Vanillemark hinzufügen.
  5. Alles gut durchrühren und verkneten.
  6. Der Teig ist leicht bröselig.
  7. 1 Stunde in einem Tiefkühlbeutel ruhen lassen.
  8. Inzwischen Dulce de Leche kochen.
  9. Teig in zwei bis 3 Stücke teilen und  unter einem Backpapier 2 mm dick ausrollen.
  10. 7 cm runde Scheiben ausstechen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Die Kekse halten die Form und können daher knapp nebeneinander gesetzt werden.
  11. Backroh auf 180 °C vorheizen,
  12. 10 bis 15 Minuten Backen. Die Unterseite sollte leicht braun sein.
  13. Inzwischen das nächste Backblech vorbereiten
  14. Kekse auskühlen lasse und gleiche Paare zusammenstellen. Dulce de Leche einfüllen. Zweites Keks darauflegen.
  15. Dulce de Leche trocknet rasch am Rand ab. Wer möchte kann aber die Kekse auch noch am Rand glatt streichen und in Kokosraspeln wälzen.
Tipps:
  • Erdnussmus auf die Schichte Dulce de Leche streichen und dann erst das zweite Keks darauf legen.
  • Kekse nur mit ø 5 cm ausstechen und mehr Dulce de Leche einfüllen.
Johannisbrotkernmehl mit Milch und Öl als versuchsweiser Dotterersatz
schaumig gerührte Butter, Zucker und "Dotterersatz"
fertiger Teig nach dem Kaltstellen
ausgerollter Teig ausgestochen
Ausgestochene Plätzchen...
...auf dem Backblech eng verteit
fertig gebacken
selbstgemachte Dulce de Leche
links: Keks mit Dulce de Leche
rechts: Keks mit Erdnussmus vor dem Zusammensetzen
ganz hinten links mit Erdnussmus gemischt
vorne links in Kokosraspeln gerollt
rechts normale Kekse 



Cake Balls: Zitrone

Hier haben wir etwas von einem übrig gebliebenen, gebackenen Käsekuchen, statt Frischkäse verwendet. War etwas trockener als Frischkäse. Die Feuchtigkeit kann immer mit etwas Milch dann reguliert werden, wenn sich die Masse als zu trocken erweist.

Zutaten für 24 bis 30 Stück:
270 g Kuchen (ohne harten Randteile)
2 El Zitronensaft
100 g Käsekuchen, gebacken (oder 60 g Käsekuchen ungebacken)
30 g Puderzucker
30 g gezuckerte Kondensmilch
Abrieb einer Bio-Zitrone
100 g weiße Kuvertüre zum Rollen oder 200 g weiße Kuvertüre zum Tauchen
  1. Kuchen zerpflücken. 
  2. Käsekuchen, Zitronensaft,  Zitronenschalenabrieb, Puderzucker und gezuckerte Kondensmilch mit dem Kuchen vermischen.
  3. Mit feuchten Händen leicht durchkneten.
  4. Aus der Masse Bällchen in Pin-Pong Größe formen.
  5. Auf ein Backpapier setzen.
  6. Kuvertüre in einem warmen Wasserbad zum Schmelzen bringen.
  7. Etwas Kuvertüre auf eine Hand geben und eine Kugel hineinlegen und mit der anderen Hand hin- und herrollen, bis sie ganz mit Schokolade bedeckt ist. Auf das Backpapier setzen.
  8. Vorgang mit den anderen Bällchen wiederholen.
  9. Dann den ganzen Vorgang noch ein zweites Mal wiederholen.
zerpflückter Kuchen
fertig gemischte Cake Balls Masse






Cake Balls: Orangen-Frischkäse


 
Nochmals Cake Balls. Hier mit Frischkäse.  Aussen eine gekaufte Vollmillchfettglasur und selbstgemachte Herzchen und gekaufte Zuckerperlen.


Zutaten für 24 bis 30 Stück:
270 g Kuchen
3 El Orangensaft
60 g Frischkäse
etwas Abrieb einer Bio-Orange
etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
30 g Goldsirup
50 g Milchschokolade
1 Becher Vollmilchfettglasur
  1. Glasur nach Verpackungsaufschrift vorbereiten.
  2. Kuchen zerpflücken und mit Orangensaft locker verrühren. Kurz durchziehen lassen.
  3. Milchschokolade in einer Schüssel über heißem Wasserdampf flüssig werden lassen. 
  4. Frischkäse, Orangenschalenabrieb, Zitronenschalenabrieb, Goldsirup und flüssige Schokolade nach und nach mit dem Kuchen vermischen.
  5. Aus der Masse Bällchen in Pin-Pong Größe formen.
  6. Auf ein Backpapier setzen.
  7. Sind alle fertig, einzeln mit einer Gabel in die Glasur tauchen und auf das Backpapier setzen. Sofort mit gefärbten Zuckerkügelchen oder Herzchen dekorieren.
Tipps:
  • Mit Kuvertüre schmeckt es natürlich besser. Dazu 150 g Kuvertüre wie gewohnt temperieren. Etwas Kuvertüre auf eine Hand geben und eine Kugel hineinlegen und mit der anderen Hand hin- und herrollen, bis sie ganz mit Schokolade bedeckt ist. Auf das Backpapier setzen. Ist die Kuvertüre fest, den ganzen Vorgang noch ein zweites Mal wiederholen.
  • Herzen aus unserem selbstgemachten Schnellfondant einfärben und ausstechen. Diese halten, trocken in eine geschlossenen Dose überraschend lange. Wir haben sie nach 5 Monaten hier verwendet und schmeckten noch immer sehr gut.




Cake Balls: Himbeere

Und hier haben wir für die Cake Balls eine Himbeercreme verwertet. Die Süße können wir der Süße der Kuchenreste anpassen.

Zutaten für 20 bis 30 Stück:
270 g Kuchen
3 El Himbeersaft (kann auch roter Traubensaft sein)
70g Himbeercreme (Frischkäse, Himbeerpüree, Sahne und Zucker)
40 g Himbeersirup
200 g weiße Kuvertüre
  1. Kuvertüre vorbereiten.
  2. Kuchen zerpflücken und mit Himbeersaft locker verrühren. Kurz durchziehen lassen.
  3. Frischkäse, Himbeerpüree, Sahne und Zucker miteinander verrühren und ebenfalls ziehen lassen.
  4. Mit Himbeersirup und dem Kuchen verrühren.
  5. Aus der Masse Bällchen formen und auf ein Backpapier setzen.
  6. Einzeln mit einer Gabel in die flüssige weiße Kuvertüre tauchen und auf ein Backpapier setzen.  Wer will kann auch mit etwas gehackten Pistazien verzieren.


Freitag, 15. November 2013

Cake Balls: Schoko-Marzipan

 

Punschkrapfen sind die österreichische Antwort auf übriggebliebene Kuchenreste. Cake Pops sind die amerikanische Antwort auf übriggebliebene Kuchenreste.

Cake Balls sind unsere Antwort auf Cake Pops. Cake Balls sind Cake Pops ohne Stick. Wer keine Sticks im Haus hat oder Bällchen machen möchte, die nicht ganz so fest zusammengedrückt werden müssen, damit ein Stick darauf haltet, hat mit Cake Balls mehr Möglichkeiten als mit Sticks. Denn Cake Balls müssen nicht vorher kalt gestellt werden. Das ist ein großes Plus beim Glasieren. Denn kein großer Temperaturunterschied bedeutet auch keine gesprungene oder graue Glasur. Wenn immer also Kuchenreste oder ein nicht so gelungener Kuchen anfallen, sind Cake Balls eine gute Resteverarbeitung. 

Das Prinzip ist gleich wie bei den Cake Pops. Kuchenreste werden zuerst zerpflückt. Sind diese sehr trocken, wie etwa Keksreste, dann gießen wir zuerst etwas Fruchtsaft darüber. Mischen locker und lassen 10 Minuten durchziehen bevor wir die anderen Zutaten hinzufügen. 

Die Zutaten, die wir hinzufügen, können ebenfalls Reste sein. Wie ein übrig gebliebene Kuchencreme oder ein Ganache für Pralinen. 

Grundlegend sollten sie, wenn noch keine Flüssigkeit zu den Resten hinzugefügt wurde, feucht und klebrig sein. Wie etwa Frischkäse, ein Rest von einem Käsekuchen, ein Sirup, Honig, gezuckerte Kondensmilch oder eine übrig gebliebene Zuckerglasur. 

Im Sommer hatten wir unserer Fantasie bereits freien Lauf gelassen und einige Cake Ball aus unseren Kuchenresten zubereitet. Wir werden diese so nach und nach jetzt bloggen. Heute fangen wir mit einer Kuchenmischung aus Schokolade und einem Stück Marzipan an. Da es Sommer war verwendeten wir meistens weiße oder kakaohaltige Fettglasuren. Jetzt wo es kühler ist, würden wir mehr zu Kuvertüre greifen.

Zutaten für 24 bis 30 Stück:
270 g Kuchen
3 bis 5 El Orangensaft (je nachdem wie trocken der Kuchenrest ist)
80 g Blockschokolade (oder Schokoladereste)
Ein paar Tropfen Bittermandelaroma
2 EL Aprikosenmarmelade
150 g Rohmarzipan
1 Becher dunkle Kuchenglasur
etwas gehackte Pistazien
  1. Kuchenglasur nach Verpackungsaufschrift vorbereiten.
  2. Kuchen zerpflücken und mit Orangensaft locker verrühren. 10 Minuten durchziehen lassen.
  3. Inzwischen eine Schüssel über heißen Wasserdampf stellen. Blockschokolade zerhacken und auf der einen Seite der Schüssel legen. Aprikosenmarmelade auf die andere Seite geben. 
  4. Sobald die Schokolade zu schmelzen beginnt, erst getrennt, dann alles verrühren.
  5. Bittermandelaroma hinzufügen und zu dem zerpflückten Kuchen geben. Alles gut durchrühren.
  6. Rohmarzipan in 30 Stücke teilen.
  7. Mit einem Esslöffel etwas von der Kuchenmasse nehmen. Ein Stück Marzipan hineindrücken und zu einer Kugel formen. Die Kugel kann hier fest zusammengedrückt oder etwas lockerer gehalten werden. Auf ein Stück Backpapier setzen.
  8. Sind alle fertig, einzeln mit einer Gabel in die Glasur tauchen und auf das Backpapier setzen.
  9. Mit einer kleinen Papiertüte aus Backpapier weiße Schokoladespirallen ziehen. Etwas gehackte Pistazien oder ein Rosenblatt darauf legen.
zerpflückter Kuchen

Samstag, 9. November 2013

Erdnuss-Pralinenmasse aus weißer Schokolade in Schokotäfelchen


Vor kurzem hatte ich Erdnusstrüffel in Schokoblätter zubereitet. Ich wollte das ganze nochmals mit weißer Schokolade wiederholen. Diesmal spritze ich sie auf Schokotäfelchen und den Rest der Schokoblätter. Daraus wurden leckere, rasche und dekorative Pralinen.

Viel Spaß beim Nachbereiten.
Anna

Zutaten für 20 Stück:
50 g Sahne
25 g gezuckerte Kondensmilch
1/2 TL gemahlene Vanille
160 g weiße Schokolade
50 g Erdnussmus
etwas gehackte Pistazien und ein paar kandierte Kirschen
  1. Sahne mit gezuckerte Kondensmilch erhitzen.
  2. Vanille hinzufügen.
  3. Weiße Schokolade zerkleinern und hinzufügen. Etwas warten bis sie zum schmelzen begonnen hat, dann verrühren.
  4. Erdnussmus einrühren.
  5. In ein kaltes Wasser stellen und ab und  zu umrühren bis die Masse abgekühlt ist.
  6. Kalt stellen.
  7. Mit dem Schneebesen vorsichtig einmal durchrühren.
  8. In einen Spritzsack mit großer Tülle füllen und auf die Täfelchen spritzen.
  9. Einen Teil mit einem Zweiten Täfelchen abdecken. Einen anderen Teil offen lassen und mit einem Stück kandierter Kirsche dekorieren.
  10. Oder in Schoko-Blätter füllen und Pistazien verzieren.
Sahne und gezuckerte Kondensmilch am erhitzen
Topf am Abkühlen im kalten Wasser
Links gefüllte Schokotäfelchen - rechts die gekauften Schokotäfelchen
der Länge nach in die gekauften Schokoblätter gespritzt


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