Mittwoch, 31. Juli 2013

Lavendeleis

Mit der Eismaschine im Haus habe ich mich mal auf die Suche nach Eisrezepten für Eismaschinen begeben. Und wer anders als Zorra hat wohl die meisten Eisrezepte. Zeit den Lavendelsirup ohne Zitronensäure auszuprobieren. Wunderbar die Eisrezepte sind sogar alphabetisch geordnet. Lavendel-Honig Eis das passt ja. Kleine Rezeptanalyse. Nein, Maisstärke kommt mir nicht ins Eis. Kondensmilch hab ich nicht da, braucht es auch nicht, denn was ist konzentrierter als Milchpulver. Statt Lavendelblüten und Honig, kommt jetzt unser Lavendelblütensirup (= Lavendelblütenkunsthonig) hinein. Und hoppla, da hatte ich ja eine Zutat übersehen. Zorra fügt dann noch geschlagenen Rahm dazu.  Na ich wollte ohnehin ein Eis ohne Rahm. :-) Ist halt mehr ein Kulfi geworden. Auch etwas weich, da ich die Eismaschine vorher schon für ein anderes Eis verwendet hatte und der Einsatz nicht mehr so kalt war.  Das nächste Mal werde ich das Eis so wie Zorra dann nochmals mit der geschlagenen Sahne (200 ml) probieren.

Viel Spaß beim Nachbereiten
Anna

Zutaten:
200 ml Milch
50 g Milchpulver
1/2 g Johannisbrotkernmehl (= 1/3 TL)
110 g Lavendelsirup von hier
  1. Milch, Milchpulver und Johannsbrotkernmehl in einer Metallschüssel verrühren.
  2. Auf einen Topf mit kochendem Wasser stellen und solange rühren bis der Inhalt zu dampfen beginnt.
  3. Vom Topf nehmen und den Sirup einrühren.
  4. Kalt stellen.
  5. Sobald die Masse eiskalt ist - sie kann auch eine Weile in das Tiefkühlfach gestellt werden - in die Eismaschine gebe.

 unangerührte Mischung vor dem Erhitzen
 fertige Mischung vor dem Kaltstellen

Ribiselkuchen ohne Ei

Ribisel sind rote Johannisbeeren. Es können sowohl frische, als auch Tiefgekühlte verwendet werden. Dieser Kuchen wurde mit tiefgekühlten, roten Johannisbeeren gemacht, die noch verwertet werden mussten. Wieder ein sehr leckerer Kuchen aus der Küche ohne Fotoapparat.

Zutaten für 1 Backblech:
Hefeteig:
125 ml Milch
300 g Mehl
40 g Zucker
40 g Butter, zimmerwarm
30 g Hefe
1 EL Schmand, zimmerwarm
Mürbeteig:
250 g Mehl
80 g Puderzucker
160 g Butter, kalt
1 EL Eiswasser
Pudding:
500 ml Milch
50 g Zucker
40 g Maisstärke
1 TL geriebene Vanilleschote (oder Mark einer Vanilleschote)
Streusel:
100 g Mehl
60 g Butter, zimmerwarm
60 g Zucker
1 Pkt Vanillezucker
1 Prise Zimt
etwas Abrieb einer Bio-Zitrone
Belag:
800 g Ribisel (= rote Johannisbeeren)
  1. Hefeteig: Milch leicht erwärmen. Sie soll lauwarm sein, aber nicht heiß, da die Hefe sonst nicht mehr geht.  In eine Tasse schütten.
  2. 1 Teelöffel von dem Zucker, 1 Esslöffel von dem Mehl  und die Hefe mit einer Gabel darin gut verrühren, und auflösen. Oberfläche mit etwas Mehl bestreuen. In Herdnähe stellen, wo es warm ist und gehen lassen.
  3. Inzwischen Mehl und Zucker mischen. Sobald sich der Vorteig (= Dampfl) sichtbar gegangen ist und sich Risse in dem bestreuten Mehl zeigen, das passiert so nach 15 Minuten, ist der Vorteig fertig.
  4. Butter, Schmand und Vorteig in die Mehlmischung geben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
  5. Mit einem Tuch zudecken und an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen.
  6. Mürbeteig: Während der Vorteig am gehen ist den Mürbeteig zubereiten. Mehl auf die Arbeitsfläche geben. Puderzucker darüber sieben. Butter würfelig schneiden und darauf verteilen.
  7. Mit einer Palette die Butter in den Teig hacken. 
  8. Eiswasser dazugeben und rasch zu einen glatten Teig verarbeiten. 
  9. Eine Kugel formen. Die Kugel in eine Schüssel geben. Mit Frischhaltefolie abdecken und 30 Minuten kalt stellen.
  10. Pudding: Etwa von der Milch in eine Tasse geben und die Maisstärke darin verrühren.
  11. Restliche Milch in einen Topf geben und den Zucker dazugeben. Alles unter Rühren zum Kochen bringen.
  12. Topf zur Seite ziehen. Geriebene Vanilleschote dazugeben und verrühren.
  13.  Angerührte Stärke in die Milch einrühren.
  14. Wieder auf die Herdplatte ziehen und bei mittlerer Hitze alles 1 Minute kochen lassen. In eine Schüssel gießen. Mit etwas Frischhaltefolie abdecken, damit keine Haut entsteht und kalt stellen.
  15. Streusel: Mehl, Butter, Zucker, Vanillezucker und Zimt in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer/Rühreinsätze auf Höchster Stufe zu Streusel verrühren.
  16. Fertigstellung: Backrohr auf 175 °C Umluft vorheizen.
  17. Hefeteig mit Mürbeteig vermischen und zu einem einheitlichen Teig verarbeiten.
  18. Teig in backblechgröße auf einem Backpapier ausrollen und auf das Backblech ziehen.
  19. Pudding darauf gleichmässig verteilen und verstreichen.
  20. Ribisel (= rote Johannisbeeren) darauf gleichmässig verteilen.
  21. Streusel darüber streuen.
  22. 30 Minuten backen.
...und wer sich noch einen anderen Johannisbeerkuchen mit Zwillingsteig ansehen möchte, der kann sich das auf dem Blog ninivepisces. Ninive hat dazu ein Rezept aus einem Backbuch verwendet.

Montag, 29. Juli 2013

Lavendelsirup für Pralinen ohne Zitronensäure

Wir wollen heute mit den so angenehm duftenden Lavendelblüten einen Sirup zum Aromatisieren von Pralinen ohne Zitronensäure zubereiten. Die Pralinen und Konfekte sollen blumig und nicht fruchtig schmecken. Soweit wir im Internet gesehen haben, werden Sirupe immer mit sehr viel Zitronensäure gekocht. Bei fruchtigen Sachen vielleicht passend. Die Zitronensäure hat aber in einem Sirup hauptsächlich die Aufgabe den Zucker zu invertieren, also in Frucht und Traubenzucker aufzuspalten, damit der Sirup sich nicht rückkristallisiert. Die Säure ist also nur ein Katalisator und das Ergebnis ist ein Honig ähnlicher Sirup. Wir kochen uns daher mit Lavendelwasser, Fruchtzucker und Traubenzucker einen Lavendelkunsthonig, der die Konsistenz von Akazienhonig hat. Auch setzen wir eine ganz geringe, nicht spürbare Menge Zitronensaft um zu Verhindern, dass sich der Kunsthonig wieder in Zucker verwandelt. Den normalen Zucker verwenden wir nur um das ganze etwas billiger zu machen. Der Sirup ist sehr aromatisch und kann auch zum Aromatisieren für Desserts verwendet werden.

Zutaten:
20 g Lavendel Blütenstände
Wasser
70 g Traubenzucker
75 g Fruchtzucker
15 g Zucker
1/4 TL Zitronensaft
  1. Lavendelblütenstände, am Besten nachdem der Morgentau verschwunden ist, knapp unter der Blütentraube abschneiden. Die Blüten müssen nicht schon alle dabei aufgeblüht sein.
  2. In eine Schüssel geben und mit Wasser bedecken.
  3. 12 Stunden stehen lassen.
  4. Abseihen und 50 ml davon in einen Topf geben.
  5. Kleinen Topf abwiegen und das Gewicht aufschreiben. Hitzeschutz auf die Waage legen.
  6. Ein kleines Schraubglas auf ein feuchtes Baumwolltuch stellen.
  7. Zitronensaft und alle Zuckersorten hinzufügen.
  8. Alles solange rühren bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat.
  9. Zum Kochen bringen und ohne zu Rühren etwas kochen lassen.
  10. Dann abwiegen. Wenn alles abzüglich des Topfgewichtes 200 g wiegt, ist der Sirup fertig. Das geht sehr rasch. Also immer nur ganz kurz kochen lassen und dann wieder abwiegen. 
  11. In das Glas gießen, verschließen und auskühlen lassen.

 Lavendelblüten im Wasser
 Alle Zutaten plus 50 ml Lavendelwasser in einem Topf
 Sirup am kochen
 Sirup mit Hitzeschutz auf der Waage.
 200 Gramm - der Sirup ist fertig
Twist-Off Glas mit Sirup auf feuchtem Baumwolltuch
Tipp:
Restliches Lavendelwasser mit dem Saft von 2 Zitronen und Wasser auf  500 ml Flüssigkeit ergänzen. 550 g Zucker hinzufügen und solange kochen lassen bis eine Probe sich sehr klebrig anfühlt und ein Tropfen auf einem senkrecht gehaltenen Teller keine Spur hinterlässt. (180 °C). In eine Flasche füllen und verschließen. Das ergibt dann einen Sirup zum trinken.
 Lavendelwasser mit Zitronensaft und Zucker 
Die Säure verwandelt den leicht bläulichen Stich in einen leicht rötlichen Stich.
fertiger Lavendelsirup zum Trinken

Vanille-Kirsch-Eiscreme mit Cookie Dough

Auf dem Blog Meine kleine Welt von Sarah entdeckte ich eine Cookie Dough Ice Cream. Eine Homemade Version von Ben&Jerry's Cookie Dough, die ich nicht kenne. Eigentlich wollte ich mein Vanilleeis nur ein wenig mit den super leckeren, halb getrockneten Kirschen aufpeppen. Aber meine Neugierde siegte und so machte ich rasch einen Mürbteig und mischte die Teigstücke ebenfalls in das Vanilleeis. Das Vanilleeis schmeckte, die Kirschen ein Gedicht, wenn auch sie ungefroren noch besser schmecken und der Teig zu dem weiß ich nicht ganz was ich sagen soll. Er schmeckte weder schlecht noch so gut, dass ich verrückt danach wäre. Vielleicht sollte ich den Teig nocheinmal mit Sarahs Cookie-Rezept ausprobieren.

Viel Spaß beim Nachmixen
Anna

Zutaten pro Portion (= 2 Eiskugeln):
1 Handvoll halbgetrockneter entkernter Kirschen
Mürbeteig:
1 EL Mehl
1 EL Puderzucker
1 EL Butter, kalt
2 Eiskugeln Vanilleeis (ich habe das hier verwendet)
  1. Kirschen entkernen und 4 Stunden im Dörrapparat (oder bei 60 °C im Backrohr) trocknen. Sie sollen innen noch weich und saftig sein.
  2. Mehl, Puderzucker und kalte Butter mit dem Teigspachtel ineinanderhacken. Dann kurz durchkneten.
  3. Noch weiches Vanilleeis in eine Schüssel geben. Kirschen hineingeben und verrühren.
  4. Teig in Stücke zupfen und verteilen.
  5. Schüssel abdecken und einfrieren. 
  6. Sobald das Eis die gewünschte Festigkeit erreicht hat, Kugeln ausstechen oder aus der Schüssel löffeln.

 Vanilleeis mit halbgetrockneten Kirschen
 fertiger Mürbeteig
Mürbteigstücke in Vanilleeis
Vanille-Softeis mit eingedrückten, halbgetrocketen Kirschen


Samstag, 27. Juli 2013

Ovomaltine-Milcheis mit Eismaschine

Seit wir die Eismaschine haben, brannte ich darauf sie mit einem Milcheis zu testen, denn ehrlich gesagt, bei einem Sahneeis ist der Unterschied zu einer der Eiscremen ohne Eismaschine nach unseren Rezepten kaum spürbar. Beim Milcheis würde sich aber dann zeigen, ob sich eine Eismaschine lohnt. Barbara vom Blog Barbaras Spielwiese hat mir ein italienisches Eisrezept aus Fernanda Gosetti's Buch: "Köstliches Eis" verraten. Eigentlich eine Fruchteis-Grundmischung an das sie sich mit ihrem Aprikosen-Lavendeleis und einen Meloneneis angelehnt hatte.

Das Rezept ist so einfach, dass ich eigentlich etwas skeptisch war. Aber zu meiner großen Überraschung und Freude schmeckte das Eis prima. Ich aromatisierte mit Ovomaltine, aber es können auch 200 g von jedem beliebige Obst- oder Beerenpüree statt 200 ml Milch hinzugefügt werden.  Der einzige Nachteil war, dass es sehr rasch gegessen werden musste, sobald es aus der Eismaschine kam. Ein paar Stunden im Tiefkühlfach stabilisierte aber das Eis. Ovomaltine-Milcheis ist im Moment mein Lieblingseis.

Viel Spass beim Nachbereiten
Anna

Zutaten:
200 ml Sahne
600 ml Vollmilch
150 g Zucker
1/2 TL Honig
2 EL Ovomaltine
  1. Alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. 
  2. Schüssel auf einem Topf mit kochendem Wasser stellen.
  3. Wasser solange kochen lassen, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat und die Masse so heiß ist, dass sie selbst dampft. (80 bis 85°C)
  4. Abkühlen lassen und in das Gefrierfach stellen. Die Masse soll dort richtig kalt werden, aber noch nicht frieren.
  5. In die Eismaschine füllen.
  6. Genießen. Eventuell etwas Ovomaltine noch darüber streuen.

Tipps:
  • Wer keine Eier isst, sollte nicht die Schweizer Ovomaltine verwenden, denn die ist mit Ei.
  • Heiße Flüssigkeiten kühlen wissenschaftlich erwiesen im Kühlschrank oder dem Gefrierfach rascher ab, als zimmerwarme Flüssigkeiten. Wer es also eilig hat, kann die Masse auch gleich nach dem Erhitzen kalt stellen.
  • Oder nur 400 ml Milch mit Zucker, Honig und Ovomaltine erhitzen. Dann die Sahne und restliche Milch hinzufügen und kalt stellen.
  • 1 g Johannisbrotkernmehl zur Stabilisierung hinzufügen. (nicht getestet!)


Donnerstag, 25. Juli 2013

Marmoriertes Vanilleeis mit Aprikosen-Nektarinen-Johannisbeeren Sorbet

Ein Sorbet ist lecker aber fühlt sich viel kälter als Eiscreme an.  Ein paar Vitamine in die Vanilleeiscreme verquillt, gibt Abwechslung und umhüllt das Sorbet mit etwas, das nicht ganz so eisig auf der Zunge liegt. Dazu ist es optisch sehr schön. 

Zutaten:
250 g Milch
250 ml Sahne
90 g Zucker
45 g Traubenzucker *optional (ist weniger süß als Zucker)
1,5 g Johannisbrotkernmehl (= 1 gestrichener Teelöffel)
1 Messerspitze Guarkernmehl *optional (macht alles noch cremiger, dann nur 1 g Johannisbrotkernmehl)
20 g Milchpulver
1 Vanilleschote (oder 1 Tl vermahlene Vanilleschote)
  1. Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark herauskratzen.
  2. Guarkernmehl zur Seite stellen.
  3. Restliche Zutaten zusammen mit der Vanilleschote und dem Vanillemark in ein hohes Gefäss geben. Mit einem Stabmixer gut verquirlen. 
  4. In eine Metallschüssel schütten und auf einen Topf mit kochendem Wasser stellen. 
  5. Solange über dem Dampf erwärmen bis die Masse ebenfalls zu dampfen beginnt. Das passiert bei 80 bis 85 °C. Dazwischen immer wieder rühren, damit sich das verdickende Johannisbrotkernmehl gleichmässig verteilt.
  6. Masse kalt stellen.
  7. Guarkernmehl darüber streuen und hineinrühren.
  8. In die Eismaschine schütten.
  9. Fertige noch weiche Eiscreme in einen 1 l Familieneisbecher geben.
  10. Weiches Pfirsich-Aprikosen-Johannisbeeren Sorbet darauf verteilen und mit einem Teigschaber leicht verquirlen.
  11. 2 bis 4 Stunden einfrieren.

weiche Vanilleeiscreme mit angetautem Aprikosen-Nektarinen-Johannisbeeren Sorbet
grob verteilt
 mit dem Teigschaber vorsichtig verquirlt
fertig gefroren
Tipps:
  • Wir haben unser bereits eingefrorenes Aprikosen-Nektarinen-Johannisbeeren Sorbet leicht angetaut. Besser funktioniert das mit der noch uneingefrorenen Sorbetmasse.
  • Nektarinen können auch geschält werden.



Aprikosen-Nektarinen-Johannisbeeren Sorbet

Wir hatten noch ein paar Aprikosen, Nektarinen und schwarze Johannisbeeren. Was wäre wohl besser als ein Sorbet bei dieser Hitze. Einfach und super lecker. Besonders mit Traubenzucker.

Zutaten:
4 Aprikosen
2 mittelgroße Nektarinen
2 Handvoll schwarze Johannisbeeren
50 g Traubenzucker (oder Zucker oder Süßstoff) nach Geschmack
1 g Johannisbrotkernmehl
  1. Obst und Beeren waschen.
  2. Nektarinen und Aprikosen vom Kern befreien und in grobe Stücke schneiden.
  3. Schwarze Johannisbeeren vom Stängel ablösen.
  4. Alles in einem hohen Becher geben und mit dem Stabmixer pürieren.
  5. Traubenzucker und Johannisbrotkernmehl hinzufügen und nochmals durchmixen.
  6. In die Eismaschine geben und in Dessertgläser servieren.
  7. Wenn keine Eismaschine vorhanden ist: In eine kleine Tiefkühlbox schütten (wenn nicht vorhanden in Joghurtbecher geben) und 2 bis 4 Stunden einfrieren. Dann mit dem Stabmixer kurz durchmixen und servieren. 


fertiges Sorbet auf einen Teelöffel

 

Dienstag, 23. Juli 2013

Indisches Karamell-Halva

Kein indisches Fest ohne Halva. Karamell-Halva wird oft einfach in eine schöne Schüssel geschüttet und dann gestürzt oder aus der Schüssel löffelweise ausgestochen und verteilt. Es kann aber auch auf ein Tablett ausgestrichen und in Würfel geschnitten werden. Die Masse wird beim Kochen sehr heiß und kann auch spritzen. Daher sollten wir etwas mit langen Ärmeln anziehen.

Zutaten:
750 ml Milch
50 g Jaggery (wenn nicht vorhanden Muscovado, Palmzucker oder brauner Zucker)
200 g Zucker
70 g Wasser
250 g Grieß
160 g Ghee (= Butterschmalz - wenn nicht vorhanden kann auch Butter genommen werden)
Rosinen *optional
gestiftelte Mandeln *optional
  1. Milch und braunen Zucker in einem mittelgroßen Topf auf mittlerer Hitzestufe erhitzen.
  2. Inzwischen auf einer anderen Herdplatte Zucker und Wasser in einem kleinen Topf auf höchster Hitzestufe aufkochen. Dabei solange rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Dann einfach solange ohne rühren weiter kochen lassen bis die Masse einen schönen Braunton erreicht hat. Nicht zu dunkel werden lassen, da ansonsten der Karamell bitter schmeckt.
  3. Etwas von der heißen Milch hineingießen und verrühren. Der Zucker schäumt dabei etwas auf. Den Topf daher kurz in die Höhe heben, bis sich der Schaum wieder aufgelöst hat. Dann nochmals etwas von der heißen Milch hinzufügen und solange kochen lassen bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat und die Masse dabei noch etwas nachbräunt.
  4. Karamellsirup in die heiße Milch gießen und verrühren. Zur Seite stellen.
  5. In einem Topf mit schweren Boden das Butterschmalz bei mittlerer Hitzestufe flüssig werden lassen.
  6. Grieß hineinschütten und kurz luftig rösten.
  7. Etwas Karamellisierte Milch hinzufügen. Rühren bis die Masse etwas angezogen hat, dann nach und nach die restliche Karamellmilch hinzufügen. Vorsicht es kann dabei spritzen!
  8. Zuletzt Rosinen und gestiftelte Mandeln nach Geschmack einrühren. Die Masse ist fertig, wenn der Grieß die Flüssigkeit gut absorbiert hat.
  9. Masse in eine Schüssel schütten.
  10. Entweder warm servieren oder vollständig erkalten lassen und eventuell stürzen.

 links: kochender Zuckersirup rechts: Milch mit Jaggery am erhitzen
 Zuckersirup mit gewünschtem Braunton
 etwas heiße Milchmischung mit gebräuntem Zucker
 fertiger Karamellsoße, die in die heiße Milch gegossen wird
 Ghee am Schmelzen
 Grieß wird in das heiße Ghee geschüttet
Karamellmilch wird nach und nach in den gerösteten Grieß gegossen
fertige Karamell-Halvastücke
unten Karamell-Halva in Schüssel vor dem Erkalten


Ananas-Eiscreme

Noch einige Ananasscheiben im Kühlschrank. Das wird natürlich gleich wieder zu Eis verarbeitet. Wir verwenden Traubenzucker, damit das Eis nicht zu süß schmeckt. Es kann aber auch nur mit Zucker zubereitet werden. Julia Child hatte einmal erwähnt, dass frische Ananas das Aroma im gefrorenen Zustand verlieren. Wir glauben ihr und verwenden daher Ananas aus der Dose. Zum Garnieren könnten wir aber etwas frische Ananas nehmen.

Rezept mit Eismaschine:
Zutaten:
300 g Milch
250 ml Sahne
90 g Zucker
45 g Traubenzucker
1,5 g Johannisbrotkernmehl (= 1 gestrichener Teelöffel)
1 Messerspitze Guarkernmehl *optional (macht alles noch cremiger, dann nur 1 g Johannisbrotkernmehl))
20 g Milchpulver
6 Scheiben Ananas (Dosenananas)
  1. Ananas und Guarkernmehl zur Seite stellen.
  2. Restliche Zutaten in ein hohes Gefäss geben. Mit einem Stabmixer gut verquirlen. 
  3. In eine Metallschüssel schütten und auf einen Topf mit kochendem Wasser stellen. 
  4. Solange über dem Dampf erwärmen bis die Masse ebenfalls zu dampfen beginnt. Das passiert bei 80 bis 85 °C. Dazwischen immer wieder rühren, damit sich das verdickende Johannisbrotkernmehl gleichmässig verteilt.
  5. Masse kalt stellen.
  6. Inzwischen 1 Ananasscheibe in Stücke schneiden. Restliche Ananasscheiben mit dem Stabmixer pürieren.
  7. Sobald die Masse richtig kalt ist, aus dem Kühlschrank nehmen und das Guarkernmehl mit ein wenig kalter Milch anrühren und einrühren.
  8. Ananaspüree hinzufügen.
  9. In die Eismaschine schütten.
  10. Sobald das Eis fertig ist, auf Dessertteller geben und mit den Ananasstücken garnieren. 


Rezept ohne Eismaschine
Zutaten:
6 Scheiben Ananas
  1. Eine Ananasscheibe in Stücke schneiden. Restliche Ananasscheiben mit dem Stabmixer pürieren.
  2. Ananaspüree zur kalten Grundmasse hinzufügen.
  3. In eine 1 Liter Familieneisbox gießen.
  4. Nach 2 Stunden die Ananasstücke auf dem Eis verteilen und noch weitere 2 bis 4 Stunden einfrieren.



Sonntag, 21. Juli 2013

Vegane Schoko-Orangen Eiscreme mit und ohne Eismaschine

Sojamilch und Zartbitterschokolade enthalten Lezithin, die  Fette schön emulgieren. Schokolade und speziell die Zartbitter-Schokolade mit Orange ist sehr gut aromatisiert, sodass wir kein zusätzliches Aroma benötigen. Mit der Eismaschine wird das Eis schön cremig. Ohne Eismaschine könnte es noch etwas Johannisbrotkernmehl oder 1 g Guarkernmehl vertragen. Der herbe Schokoladegeschmack ist nicht für jeden. Gourments werden aber auf ihre Rechnung kommen. Ist nicht so kalt wie ein Sorbet, aber kälter als ein Eis mit Sahne und Milch.


Zutaten:
300 g Sojamilch
80 g Zartbitter-Orange Schokolade (70% Kakaogehalt)
70 g Zucker
30 g Traubenzucker
70 g Biomargarine
2 g Johannisbrotkernmehl
1 g Guarkernmehl
  1. 100 g Sojamilch, Zucker, Traubenzucker und 1 g Johannisbrotkernmehl  in eine Metallschüssel schütten. Verrühren und auf einen Topf mit kochendem Wasser stellen.
  2. Solange über dem Dampf erwärmen, bis die Sojamilch ebenfalls dampft.
  3. Vom Topf nehmen und die Zartbitter-Orangen-Schokolade hineinlegen. etwas warten bis sie zu schmelzen beginnt, dann verrühren. 
  4. Biomargarine hinzufügen und schmelzen lassen.
  5. Mit dem Stabmixer optimieren und in den Kühlschrank stellen.
  6. Sobald die Masse kalt ist, die restliche kalte Sojamilch mit 1 g Johannisbrotkernmehl und 1 g Guarkernmehl zu einem Schaum aufschlagen. Mindestens 3 Minuten mit dem Handmixer/Rühreinsatz rühren, damit der Schaum stabil bleibt. Ergibt 500 ml bis 700 ml Schaum.
  7. Mit der kalten Masse auf kleinster Rührstufe zusammen verrühren.
  8. In die Eismaschine schütten und Eismaschine einschalten.
  9. Wenn nicht vorhanden, dann in einen Familieneisbecher schütten und 4 bis 6 Stunden einfrieren. Dann kurz vor dem Servieren etwas auftauen lassen und mit dem Stabmixer solange mixen bis das Eis cremig ist.

 fertiges, weiches Eis in der Eismaschine
 Softeis
 etwas mehr gefroren mit Kirschen
Tipps:
  • Statt Biomargarine kann auch 35 g neutrales Sonnenblumenöl und 35 g Kokosfett verwendet werden.
  • Traubenzucker ist ein Teil der Festbestandteile, die ein Eis haben muss um cremig zu werden, es schmeckt nicht so süß wie Zucker, kann aber auch völlig durch Zucker ersetzt werden.
  • Die Masse ist auch uneingefroren sehr lecker und kann auch so als Dessert serviert werden.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...