Samstag, 30. März 2013

Ostergrüße mit Oster-Nougat-Pralinen

 Das Annapurna Team wünscht allen Lesern schöne Osterfeiertage.

Und wer wie wir noch einen Rest Haselnussnougat im Haus hat, kann diese leckeren Nougatpralinen mit Osterdekoration aus Marzipan zubereiten.

Zutaten für ca. 30 Stück:
100 g Haselnussnougat
50 g weiße Schokolade
50 g Vollmilchschokolade
20 g Kokosfett
150 g Zartbitter Kuvertüre
100 g Rohmarzipan
Lebensmittelfarbe grün, rot, orange
2 Silikonformen
  1. Die Hälfte der Zartbitter Kuvertüre zerkleinern und in einem warmen Wasserbad zum Schmelzen bringen.
  2. Silikonformen auf ein Tablett stellen. In jede Ausbuchtung je einen Teelöffel Zartbitterkuvertüre gießen. Tablett mit Silikonform öfters auf die Arbeitsfläche aufschlagen, damit die Luftbläschen entweichen. 
  3. Inzwischen 50 g Nougat mit 50 g Vollmilchschokolade und 10 g Kokosfett zerkleinern und in einem warmen Wasserbad zum Schmelzen bringen. Gut verrühren.
  4. Auf die angezogene Kuvertüre je einen Teelöffel gießen. Danach wieder mit dem Tablett einige Male auf die Arbeitsfläche aufschlagen. In einen kühlen Raum stellen.
  5. Inzwischen 50 g Nougat mit 50 g weißer Schokolade und 10 g Kokosfett zerkleinern und in einem warmen Wasserbad zum Schmelzen bringen. Gut verrühren.
  6. Auf die angezogene Nougatschichte je einen Teelöffel gießen.  Die Silikonausbuchtung soll nicht bis ganz oben gefüllt sei. Danach wieder mit dem Tablett einige Male auf die Arbeitsfläche aufschlagen. In einen kühlen Raum stellen.
  7. Inzwischen die restliche Kuvertüre zerkleinern und in ein warmes Wasserbad zum Schmelzen bringen.
  8. Sobald das Nougat fest und tragfähig ist, mit der Kuvertüre dünn bedecken.  In einen kühlen Raum stellen.
  9. Wenn alles ausgehärtet ist, aus den Formen pressen.
  10. Marzipan grün, rot, orange und hellorange einfärben. Grün wird am meisten benötigt.
  11. Grünes Marzipan durch einen groben Sieb streichen. Den entstandenen "Rasen" mit einem Messer vom Sieb entnehmen. Einen Teil davon als Gras auf das Herz drücken. Mit einer anderen Farbe ein Ei formen und in das Gras legen.


 Haselnussnougat, weiße Schokolade und Kokosfett
 erste Schichte Zartbitterkuvertüre (ist nur hier so hell)
links der Abschluss mit der Zartbitterkuvertüre
rechts die zweite Schichte mit dem hellen Nougat
 links Abtropfsieb mit grünem Marzipan - rechts umgedrehter Sieb mit dem Marzipanrasen
 Marzipanrasen vergrössert
fertige Pralinen mit den beiden Nougatschichten
fertige Pralinen mit Osterdekoration
Tipps:
  • Für Leute, die keine Zartbitterschokolade mögen, einfach mit der ersten Nougatschichte beginnen. Als Dekoration, das grüne Marzipan auswallen und mit einem Herzausstecher kleine Herzen ausstechen. Herzen auf das Nougat legen. Mit den anderen Farben kleine Eier formen und auf das grüne Herz drücken.
  • Statt ZartbitterKuvertüre, Vollmilchkuvertüre nehmen.
  • Die kleinen Eier können auch mit dem Abrieb einer Orange oder einer Zitrone gefärbt und gleichzeitig aromatisiert werden.
  • Für die grünen Herzen oder den Rasen kann das Marzipan auch mit Pistazien gefärbt werden.
  • Wer keine Silikonformen oder leere Kaffeesahnebecher als Ersatz hat, der kann die beiden Nougatschichten auch in eine Plastikform (leerer Familieneisbecher) gießen. Dann mit einem Herzausstecher die Herzen ausstechen und anschließend den Boden mit Kuvertüre bestreichen und den Pralinenkopf in die Kuvertüre tauchen.  (nicht getestet!)


Nougatpralinen oben unglasiert mit grünem Herz und kleine Eier

Freitag, 29. März 2013

Lemon Burfi

Ein Burfi, das sehr gut schmeckt, aber in der Zubereitung seine Tücken hat, falls es zu stark erhitzt wird.

Zutaten für 24 Stück:
25 g Butter
25 g Kokosraspeln
60 g Zucker
100 g Vollmilchpulver (bei Magermilchpulver, Sahne statt Milch verwenden)
80 bis 100 ml Milch
1 Bio-Zitrone
etwas Lebensmittelfarbe grün

Kochzeit: 20 Minuten mit den Abkühlzeiten dazwischen und dem Ausstreichen auf dem Backpapier.
  1. Bio-Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die ganze Schale abreiben.
  2. Butter in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen.
  3. Kokosraspeln hinzufügen und etwas anrösten.
  4. Pfanne zur Seite ziehen. Abkühlen lassen. Milchpulver nach und nach einrühren. Alles in eine Schüssel geben.
  5. Zucker und 80 ml Milch in die Pfanne geben. Auf mittlerer Hitze aufkochen lassen und rühren bis der Zucker sich aufgelöst hat. Herdplatte ausschalten und Pfanne zur Seite ziehen. 
  6. Lebensmittelfarbe einrühren. Dann den Zitronenschalenabrieb hinzufügen. Abkühlen lassen. Die Milch darf nur mehr warm sein.
  7. Die Milchpulvermischung nach und nach hinzufügen und mit dem Spachtel zu einer glatten Masse verarbeiten. Ist die Masse zu trocken, dann noch etwas Milch hinzufügen. Dazu die Pfanne wieder auf die noch warme, ausgeschaltene Herdplatte ziehen. Die Masse soll auch nicht zu feucht sein, da sie sonst zu lange zum Abtrocknen benötigt.
  8. Sobald die Masse geschmeidig ist und sich von der Pfanne löst, auf ein Backpapier schütten. Mit einem Teigspachtel zirka 1 cm hoch ausstreichen und zu einem Block formen.
  9. Nach dem Auskühlen in Stücke schneiden. Falls notwendig Schnittflächen durch tupfen auf der Arbeitsfläche nachglätten.
 Milchpulver am einrühren
 fertige, geschmeidige Masse in der warmen Pfanne
 fertig geformter Block auf Backpapier
Tipps:
  • Jedes Milchpulver reagiert etwas anders, daher lieber mit weniger Milch beginnen und bei Bedarf noch etwas hinzufügen.
  • Das Ganze kann auch in 2 Pfannen gemacht werden.
  • Das gleiche Rezept kann auch mit anderer Farbe und anderen Aromastoffen zubereitet werden.
  • Zwei oder drei Farben übereinander schhichten
  • In anderen Formen zuschneiden oder ausstechen.
 links mit Kardamom und roter Lebensmittelfarbe
mitte mit vermahlener Vanilleschote
rechts mit Zitronenschale und grüner Lebensmittelfarbe

Zopf mit Dinkelvollkornmehl

Einfacher neutraler Zopf, der leider wieder aus einer Küche ohne Fotoapparat, bei uns gelandet ist. Dieser Zopf kann sowohl mit salzigem als auch süßem Belag gegessen werden.

Zutaten für 2 Zöpfe:
1 kg Dinkelvollkornmehl
120 g Bio Margarine
1 Würfel Hefe (42 g)
1 TL Salz
3 TL Zucker
600 ml Milch
etwas Kaffeerahm zum Bestreichen

Alle Zutaten sollen zimmerwarm sein. Küche soll angenehm warm und geschlossen (zugfrei) sein.
  1. Mehl in eine Schüssel geben.
  2. In der Mitte mit der Faust eine Mulde machen.
  3. 1/4 l von der Milch etwas erwärmen. Hefe und 1 TL Zucker darin auflösen. In die Mulde gießen und mit etwas Mehl die Oberfläche einstauben.
  4. Schüssel zudecken und den Timer auf 15 Minuten stellen. 
  5. Jetzt sollten sich Risse an der Oberfläche gebildet haben, wenn nicht noch etwas warten.
  6. Restlichen Zucker, Milch, Salz und geschmolzene Bio Magarine miteinander verrühren und zu der Hefemischung in der Mitte gießen.
  7. Mehl vom Rand her hineinarbeiten.
  8. Gut verkneten. Der Teig soll geschmeidig sein.
  9. wieder Zudecken und an einem warmen, zugfreien Ort (in Herdnähe) bis zur doppelten Höhe gehen lassen.
  10. Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen. Teig draufgeben und in 2 Teile teilen.
  11. Einen Teil nehmen und nochmals in 3 gleiche Teile teilen. Jeden Teil etwas rundschleifen und zu eine Rolle in Backblechgröße rollen.
  12. Die 3 Stränge an einem Ende zusammenpressen und dann einen Zopf wie einen Haarzopf flechten.
  13. Backblech mit Backpapier auslegen und den Zopf so darauf geben, dass der zweite auch noch Platz hat. 
  14. Vorgang  wiederholen.
  15. Nochmals mindestens 20 Minuten gehen lassen.
  16. Inzwischen Backrohr auf 200 °C Umluft vorheizen.
  17. Zöpfe mit Kaffeesahne bestreichen. Sind sie sehr stark in die Breite gegangen, dann mit 2 Teigspachteln etwas zusammendrücken.
  18. Backbleche in das Backrohr schieben und 35 bis 40 Minuten backen. Dazwischen auf keinen Fall das Backrohr öffnen.


Anschnitt in Großaufnahme

Mittwoch, 27. März 2013

Sauerkirschkuchen ohne Ei


Es soll ja wärmer werden und ehe wir es uns versehen sind die Kirschen reif. Zeit also unsere eingemachten Sauerkirschen langsam aufzubrauchen. Leider war der Fotoapparat in der Küche, wo er gebacken wurden nicht dabei und daher gibt es nur ein paar Fotos vom fertigen Kuchen. Wer aber die Technik sehen möchte, Barbara vom Blog Barafras Kochlöffel hat diese sehr schön hier bebildert und beschrieben. 

Wir haben eine Springform verwendet. Wer möchte kann auch die doppelte Menge von dem Teig auf einem Backblech backen.

Zutaten für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:
Für den Teig:
150 g Zucker
80 g Butter, zimmerwarm
250 g Mehl
150 ml Milch, zimmerwarm
1 Pkt Backpulver
1 Pkt Vanillezucker
Abrieb von 1/2 Biozitrone 
20 g Kakaopulver für die zweite Schichte 
1 Glas Sauerkirschen (Abtropfgewicht 350 g)
Für die Buttercreme:
250 ml Milch
80 g Zucker
20 g Maisstärke
1 Vanilleschote
130 g Butter, zimmerwarm
Abrieb von 1/2 Biozitrone 
Für die Glasur:
110 g Zartbitter-Kuvertüre (Kakaogehalt 50%)
30 g Butter

Alle Zutaten sollen zimmerwarm sein. Also mindestens 2 Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Butter am besten schon aus dem Papier nehmen, in Stücke schneiden und in die Schüssel geben. Mehl Type 405 (Deutschland) oder Type W 480 (Österreich) oder einfach weißes Mehl (Schweiz) 
  1. Vorbereitung: Zitronenschale abreiben. Backrohr auf 170 °C vorheizen. Springform ausfetten und mit Mehl einpudern. Sauerkirschen in einem Sieb gut abtropfen lassen.
  2. Teig: Weiche Butter und Zucker mit dem Handmixer/Rühreinsatz schaumig rühren.
  3. Vanillezucker und Zitronenschalenabrieb hinzufügen und kurz durchrühren.
  4. Mehl mit Backpulver vermischen.
  5. Abwechselnd mit Milch zu der Masse einrühren.
  6. Halbe Teigmenge in die Form geben und mit dem Teigspachtel glattstreichen.
  7. Den restlichen Teig mit dem Kakaopulver und 1 EL Milch vermischen.
  8. Vorsichtig auf den hellen Teig verteilen und glatt streichen.
  9. Sauerkirschen darauf verteilen. Etwa 1 cm am Rand frei lassen.
  10. Im unteren Drittel vom Backrohr 40 Minuten backen.
  11. Leicht abkühlen lassen und den Springformrand entfernen.
  12. Kuchen vollständig auskühlen lassen.
  13. Buttercreme: Inzwischen Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das Mark herauskratzen.
  14. 50 ml Milch mit der Maisstärke anrühren.
  15. Restliche Milch, Zucker, Vanilleschote und das Mark in einem Topf schütten und zum Kochen bringen. 
  16. Vanilleschote entfernen.
  17. Angerührte Maisstärke einrühren und zirka 1 Minute kochen lassen.
  18. In eine Schüssel schütten und mit einem Stück Frischhaltefolie die Oberfläche abdecken. Vollständig erkalten lassen.
  19. Butter schaumig rühren. 
  20. Restlichen Abrieb der Zitrone hinzufügen.
  21. Frischhaltefolie abziehen und die abgekühlte, kalte Masse löffelweise in die Butter einrühren.
  22. Kuchen, wenn vorhanden auf eine Tortenplatte setzen.
  23. Buttercreme darauf verteilen und glatt streichen.
  24. 30 bis 60 Minuten In den Kühlschrank stellen.
  25. Glasur: Inzwischen Kuvertüre zerkleinern und in einem heißem, nicht kochendem Wasserbad zum Schmelzen bringen. 
  26. Aus dem Wasserbad nehmen, abtrocknen und die weiche Butter nach und nach einrühren.
  27. Über den Kuchen schütten. Nur wenn notwendig verstreichen. 
  28. Nochmals bis zum Servieren kalt stellen.
  29. Ein scharfes Messer unter heißes Wasser halten, abtrocknen und schneiden. Vorgang öfters zwischendurch wiederholen.
auf der Tortenplatte
Kuchenausschnitt - der Kuchen ist sehr saftig
Hier als Kuchen mit 2/3 Kakaomasse gebacken
Tipps:


  • Wem das zu Aufwendig erscheint, wir haben einen einfachen Kirschkuchen hier bei Honroths Kocherei entdeckt. Das Ei das dort verwendet wird, kann auch durch 50 g Schmand ersetzt werden. 
  • Unser Kirschkuchen kann natürlich auch ohne Creme und Schokoglasur und nur hell oder nur dunkel mit den Kirschen gebacken werden.
  • Oder unsere Rezept für die Sauerkirsch Muffins als Kuchen verwenden.


Dienstag, 26. März 2013

Dänische Kekse für kleine Krümelmonster


Auf dem sehr schönen Blog "Ein Keks für unterwegs" entdeckten wir, neben wunderbaren, anderen köstlichen Sachen, dänische Kekse mit dem Namen Mini Kammerjunkere. Die kleinen Kekse gefielen uns so gut, dass wir sie gleich in einer etwas abgeänderten, kinderfreundlichen Form nachgebacken haben. Wie kinderfreundlich diese Kekse sind, haben wir dann nach dem Backen entdeckt. Sie ergaben gleich einen ganzen Baukasten unterschiedlicher Krümelkekse, die zum Spielen einluden. Damit lassen sich Türme bauen und Bilder gestalten. Zuletzt können sie auch wie die Oreos in Milch getunkt oder auch so gegessen werden.

Zutaten für 2 Bleche:
250 g Mehl
125 g Butter, kalt
125 g brauner Rohrzucker
4 bis 5 EL kalte Sahne
1 TL Kardamom
1/2 TL gemahlener Ingwer
1 Prise weisser Pfeffer
2 Lakritzschnecken (gelatinefrei)
3/4 TL Backpulver
1/4 TL Speisenatron
  1. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
  2. 1 Lakritzschnecke auseinanderrollen und mit einer Küchenschere die Hälfte davon in kleine Stücke schneiden. Die restliche Lakritzschnecken mit einem scharfen Messer fein zerhacken. 
  3. Teig: Butter in Würfel schneiden.
  4. Mehl und Butter auf die Arbeitsfläche schütten und mit einem Teigspachtel die Butter in das Mehl einhacken. Dann in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer/Rühreinsatz auf niedrigster Stufe solange verrühren, bis Mehl und Butter zu einer krümeligen Masse geworden ist. 
  5. Zucker, Kardamom, Ingwer, weisser Pfeffer, zerhackte Lakritzschneckenteile, Backpulver und Speisenatron hinzufügen und gut vermischen. 
  6. 4 EL Sahne hineinschütten. Mit den Händen rasch durchmischen und kneten. Ist der Teig noch zu krümelig, dann nach und nach einen halben EL Sahne hinzufügen. Nicht zuviel Sahne nehmen. Der Teig soll eher krümelig als zu weich sein.
  7. Ein Stück Teig nehmen und mit zwei Händen zu 1 cm dicken Rollen rollen.
  8. Jede Rolle in Fingerbreite Stücke schneiden.  Jedes Stück auf die Schnittfläche legen und mit dem Teigspachtel leicht flach drücken. In die Mitte ein Stück der Zugeschnittenen Lakritze drücken.
  9. Ein Teigstück ausrollen und mit runder Ausstechform ausstechen. Mit Lakritz kleine Smileys in den Teig drücken. Wir haben auch einen Teil mit einer Blattform ausgestochen. 
  10. Alles auf das Backblech setzen.
  11. Backrohr auf 200 °C vorheizen.
  12. Backbleche inzwischen in einem kalten Raum stellen. 
  13. 8 bis 10 Minuten backen. 
  14. Aus dem Backrohr nehmen, kurz abkühlen lassen und dann mit dem Backpapier auf die Arbeitsfläche ziehen. Kalt werden lassen.


Butter und Mehl mit Palette (oder Teigspachtel)
vorne: Lakritzschnecken
Alle trockenen Zutaten noch ohne Sahne
Teigröllchen teilweise zugeschnitten
zerbrochenens Keks


Keksgestaltung :-)
Kekse mit Milch
Smileys und Blume
Bäumchen und Smiley

Tipp: Durch längeres backen werden sie mehr krümelig und knusprig. durch kürzere Backzeit bleiben sie mehr weich, für die die mit dem Beissen Schwierigkeiten haben.

Sonntag, 24. März 2013

Poha Laddu mit Haferflocken

Das ist eigentlich ein Rezept aus Südindien in dem ursprünglich kernige Reisflocken (Poha) verwendet werden. Keine im Haus, daher haben wir Haferflocken verwendet. Keine Kernige im Haus, also verwendeten wir die Zartflockigen. Wir hatten die Flocken nur grob gemahlen, was eine eher schwierige Masse ergab. Die Zuckermenge haben wir auf die Hälfte reduziert.  Erinnert irgendwie an einen Müsliriegel in Kugelform mit einem Hauch Indien. Gut für kühle Tage, für Kinder wenn sie draußen spielen und für unterwegs. Nichts für heiße Tage, da das Kokosfett einen niederen Schmelzpunkt hat.

Zutaten 20 Stück:
200 g Haferflocken
100 g Puderzucker
100 g Kokosfett
30 g Cashewnüsse (= eine gute Handvoll)
20 g Rosinen (= eine kleine Handvoll)
2 Kapseln Kardamom + 1 EL Zucker
  1. Haferflocken in einer Pfanne trocken rösten. Es soll dabei nur die überschüssige Feuchtigkeit entweichen und nicht braun geröstet werden.
  2. Die abgekühlten Haferflocken im Blender zu einem Pulver mahlen.
  3. Kardamokapseln mit 1 Esslöffel Zucker in einer elektrischen Kaffeemühle fein mahlen. 
  4. Zusammen mit dem Puderzucker zu den gemahlenen Haferflocken sieben.
  5. Cashewnüsse
  6. 1 Esslöffel Kokosfett  in die Pfanne  geben und bei mittlerer  Hitze die Cashewnüsse rösten. 
  7. Rosinen hinzufügen und solange rösten bis sie sich zu kleinen Ballons aufblähen. Auf einen Teller schütten und auskühlen lassen.
  8. Kokosfett grob schneiden. In die noch warme Pfanne auf der noch warmen Herdplatte geben und warten bis es geschmolzen ist.
  9. Kokosfett, Rosinen und Cashewnüsse zu den trockenen Zutaten in der Schüssel schütten und verrühren.
  10. 1 Esslöffel von der eher losen Masse in eine Hand geben. 
  11. Hand fest zusammen pressen, öffnen, den entstanden Klumpen mit der anderen Hand ein Stück weiter drehen, Hand wieder zusammenpressen, öffnen, weiterdrehen.... Solange wiederholen bis sich eine Kugel gebildet hat. 
  12. Kugel auf ein Tablett mit einem Stück Backpapier setzen. 
  13. Tablett in dem Kühlschrank stellen. 
  14. Sobald sie fest geworden sind, können sie serviert oder in einer Dose in einem kühlen Raum aufbewahrt werden.

 geröstete Cashewnüsse (sollten vorher zerkleinert werden) 
und aufgeblasene Rosinen
 Puderzucker und zerkleinerte Haferflocken
 Kokosfett in der warmen Pfanne geschmolzen
 fertige hier eher grobe Masse (die indische Version ist
wesentlich feiner. Besser also zu Pulver mahlen.)
 Masse einmal fest mit der Hand zusammengedrückt
nach mehrmaligen zusammendrücken und weiterdrehen formt sich langsam
ein Bällchen in Ping-Pong-Größe
fertige Laddus
Tipps:

  • Wer Reisflocken hat, gut wären die nicht so zarten  indischen Reisflocken, der kann das Rezept auch mit Reisflocken zubereiten.
  • 120 g Butter oder Margarine statt Kokosfett. (nicht getestet!)

Samstag, 23. März 2013

Dhodal ein Kokosnuss-Halwa aus Malaysia

Jeder der keine Milch verträgt, aber gerne Süßigkeiten isst, braucht seinen Blick nur in den Süden von Indien oder noch etwas weiter nach Süd-Ost Asien richten. Dort gibt es all die süßen Köstlichkeiten, die ohne Milchprodukte zubereitet werden.  Statt dessen werden sehr viel Reisprodukte, wie Reismehl, Reisflocken, eingeweichter und gemörserter Reis, als auch Produkte die von der Kokosnuss stammen, wie Kokosnussmilch, frisch geriebene Kokosnuss, Kokosnussraspeln und Kokosnussfett verwendet.

Heute zeigen wir  Dhodal oder auch Dodol ein Kokosnuss-Halwa aus Malaysia, das auch in Südindien und Sri Lanka beliebt ist. Die Herstellung der indischen Version erinnert etwas an das Akki Thambittu  in unserem Kochbuch als auch an das Sohan Halwa, das mit Maisstärke hergestellt wird. Die Version aus Malaysia ähnelt dem Farsala Halwa aus Griechenland. Arbeitsaufwand, Geschmack und Konsistenz sind aber sehr unterschiedlich. Das Halwa schmeckte sehr gut. Die Aromen der Kokosnuss und des Vollrohrzuckers entfalteten sich aber erst am zweiten Tag so richtig.

Die Herstellung wie die Mama  es in Malaysia  macht, ist sehr zeitaufwendig. Angefangen von  der selbst zubereiteten Kokosnussmilch aus besten  Kokosnüssen, den selbst hergestellten Reismehl aus rotem Reis bis zum Kochen in einem großen Wok über Holzfeuer, das das ständige Rühren aller Familienmitglieder einschließt, bis zur fertigen Masse vergeht eine ganze Menge Zeit. Wer in Englisch lesen möchte, wie Mama es in Malaysia kocht, kann das hier nachlesen. Statt dem stundenlangen Rühren, haben wir die Sache etwas vereinfacht und der reine Kochprozess dauerte bei uns nur 70 Minuten, wobei wir nur zu Beginn und am Schluss ständig am Rühren waren. 

Zutaten für 30 Konfekte:
200 g Vollrohrzucker
100 g Creamed Coconut aus dem Bio- oder Asienladen 
220 g Wasser
45 g Reismehl
  1. Eine Auflaufform ausfetten.
  2. Reismehl mit etwas Wasser anrühren und bereitstellen.
  3. Restliches Wasser mit Creamed Coconut und Vollrohrzucker in einem Topf mit festem Boden zum Kochen bringen. Alles gut verrühren und zur Seite ziehen.
  4. Reismehlmischung einrühren.
  5. Topf wieder auf die Herdplatte ziehen. Bei einem Stufenherd von 9 Stufen auf Stufe 2 blubbern lassen. Ansonsten bei kleinster Hitze. Ab und zu umrühren.
  6. Nach 60 Minuten öfters umrühren. Ein Spachtel eignet sich jetzt besser als ein Kochlöffel.
  7. Sobald sich das Kokosnussöl von der Masse zu trennen beginnt, ständig rühren.
  8. Wenn alles so richtig zu glänzen anfängt in die Auflaufform schütten und rasch mit einem Teigspachtel ausstreichen und zu einem Block formen.
  9. Auskühlen lassen und in Stücke schneiden.
Dekoration optional:
  • Etwas geriebene Orangenschale mit Marzipan verkneten. Puderzucker mit einkneten. Kleine Kügelchen formen und oben auf setzen. Mit etwas Schokolade oder flüssigem Kokosfett festkleben oder die Kügelchen flach drücken.
  • Cashewnüsse mit flüssigem Kokosfett festkleben. Halbierte  eignen sich dazu besser.
 Wasser, Creamed Coconut und Vollrohrzucker
 angerührtes Reismehl unter Rühren zugegossen
 angedickte Masse in einem Topf mit festem Boden
 die Masse ist fröhlich am Blubbern
zwischendurch immer wieder einmal durchgerührt
 das Kokosfett beginnt sich langsam abzusetzen
ein Silikonspachtel schiebt die Masse schön vom Boden und den Rändern  zusammen
Masse wieder schön ausgestrichen und weitergekocht
 in der ausgefetteten Auflaufform  ausgestrichen
und zu einem Block geformt
das  weiß auf dem  Silikonspachtel ist in Wirklichkeit farbloses, flüssige Kokosfett
 ausgekühlt und in Stücke geschnitten,  hier mit Cashewnüsse belegt
sollten mit etwas flüssigem Kokosfett angeklebt werden
Tipps:
hier mit flachgedrückten Orangenschalenmarzipankügelchen
 

 Orangenmarzipankügelchen in Originalfarbe (Eingangsfoto mit hinzugefügter Lebensmittelfarbe)
wirkt hier durch die Beleuchtung heller

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