Dienstag, 3. Dezember 2013

Orangenkuchen ohne Milch und Ei


Auf You Tube stolperte ich über einen veganen Kuchen, wo ein Eiersatz mit dem Gel (Schleim) aus Leinsamen verwendet wurde. Das Klang sehr interessant und daher habe ich ihn gleich einmal nachgebacken. Da ich keine 2 Formen in ø 24 cm habe und ich ohnehin nur einen Kuchen und keine Torte mit 2 Schichten backen wollte, verwendete ich eine Form mit ø 26 cm. Da ich die Leinsamen 4 Minuten nach dem Aufkochen köcheln ließ, wurde das Gel fester und der Teig verteilte sich nicht so schön gleichmässig wie im Video wo er fast flüssig war. 

Der Kuchen ließ sich nach dem Auskühlen sehr leicht durchschneiden. Er bröselte und klebte auch nicht. Er war dazu sehr saftig. Er war etwas fester als unser perfekte vegane Kuchen, was aber auch an dem dickeren Leinsamen-Gel, dass ich verwendete, gelegen haben kann. Ich habe daher das Rezept für das Leinsamen-Gel hier genauso beschrieben wie es im Video erklärt wurde. Wer möchte, kann sich das Video gerne hier ansehen.

Ich bin mir nicht ganz sicher hier über die Rolle von dem Xanthan. Das nächste Mal werde ich es einmal ohne backen. Ich kann mir aber durchaus gut vorstellen, dass Bio-Johannisbrotkernmehl statt Xanthan oder Maisstärke statt einem Teil vom Mehl, die Backeigenschaften verbessern würde.

Viel Spaß beim Nachbacken
Anna


Zutaten für eine ø 26 Form:
200 g Kokosfett, weich
360 g Rohrzucker
330g Mehl
1 Pkt Vanillezucker
1/2 TL Speisesoda (baking soda)
8 g Backpulver
1 Prise Salz
90 ml Sojamilch (ersatzweise Wasser oder Mandelmilch)
Abrieb einer Orange
Eierersatz:
180 g Leinsamen-Gel 
50 g Kürbispüree
1|2 TL Xanthan in 30 ml Wasser (ersatzweise Guarkernmehl)

Herstellung des Leinsamen-Gels:
100 g Leinsamen
570 g Wasser

Das Leinsamen-Gel wird hier etwas anders als beim Veggi-Eiklar zubereitet.
Leinsamen mit Wasser in einen geräumigen Topf geben. Umrühren und  erhitzen. Sobald es zum Kochen kommt, kurz kochen lassen und dann sofort in einen Sieb gießen. 180 g von dem Gel in eine Schüssel geben und auskühlen lassen. Dieses Gel kann bei Zimmertemperatur bereits verwendet werden. (Das restliche Gel für Cookies, Kekse oder einen anderen Kuchen verwenden. Es hat sich bei mir nicht aufschlagen lassen.)
180 ml Leinsamen-Gel
Xanthan:
ist ein fermentierter Glukosesirup und kommt als Pulver in den Handel.  Xanthan dient als Bindemittel und Stabilisator (Steifungsmittel) Es verhindert, dass die einzelnen Zutaten sich trennen. In der USA wird Xanthan mittlerweile schon immer mehr in Einkaufsmärkten angeboten, da es sehr viel für glutenfreie Backwaren verwendet und Werbung dafür gemacht wird.  Bei uns ist es bei Amazon oder über Onlineshops erhältlich. Eventuell  auch schon in Apotheken und Drogeriemärkte.

Um Xanthan aufzulösen, wird es in 30 ml heißes Wasser gemixt. Sehr rasch und kräftig mit einem Teelöffel hin- und herschlagen bis eine Paste entstanden ist.
fertig gemixtes Xanthan

Kürbispüree: 
Einfach ein Stück Hokkaido mit Schale in Wasser kurz weichkochen. Herausnehmen, eventuell Schale entfernen und mit dem Stabmixer pürieren.
Kürbispüree
Rezept:
  1. Backrohr auf 180 °C vorheizen.
  2. Backformboden mit einem runden Stück Backpapier belegen. Alles ausfetten und bemehlen.
  3. Kokosfett und Zucker 2 bis 3 Minuten mit dem Handmixer/Rühreinsätze erst langsam und dann auf höchster Stufe schaumig rühren. 
  4. Leinsamen-Gel, Xanthan und Kürbispüree nach und nach hinzufügen.
  5. Mehl, Vanillezucker, Speisesoda, Backpulver und Salz mit einem Schneebesen trocken vermischen
  6. Dann mit dem Kochlöffel zur Kokosfettmischung hineinrühren.
  7. Abrieb der Orangenschale hinzufügen.
  8. Zuletzt Sojamilch hinein geben und alles nochmals mit dem Handmixer durchrühren.
  9. In die Form geben und gleichmässig verteilen.
  10. 50 bis 60 Minuten backen. Mit einem Holzspieß nach 50 Minuten hineinstechen. Wenn kein Teig mehr daran klebt, kann der Kuchen herausgenommen werden.
  11. Kurz abkühlen lassen, dann den Ring entfernen.
  12. Wenn er kalt ist, kann er angeschnitten werden.


Backform ausgefettet und bemehlt
Eiersatz: Leinsamengel, angerührtes Xanthan und Kürbispüree
fertig gerührter Teig
in der Backform verteilt
Oberfläche mit etwas Wasser glatt gestrichen
fertig gebacken
ohne Backring am Abkühlen
in Stücke geschnitten


Kommentare:

  1. hey.. ich habe keine wirkliche allergie gegen nüsse und mandeln.. ich mag nur diesen nussigen geschmack nicht und davon wird mir dann auch schlecht... das ist natürlich auch kein traditionelles rezept, sondern eine alternative
    Lg Jasmin

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    1. Davon würde ich mir auch ein Stückchen nehmen. Vielleicht noch mit einem Klecks Schokoglasur drauf ;) Wieviele Eier würdest du denn empfehlen wenn man ihn als "nicht ganz so vegane" Variante backen würde?

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    2. Danke Katha. ♥ Das ist ein 100% veganes Rezept. Keine Ahnung wie man da eierisieren kann. Von der Feuchtigkeit bemessen wären das 4 bis 5 Eier...

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