Sonntag, 4. August 2013

Mini-Pocky mit Pistazien und Himbeergeschmack

Pocky sind japanische Keksstäbchen, die mit aromatisierter Schokolade glasiert sind. Ich hab sie das erste Mal auf dem Blog "My little japanese world" von melonpan gesehen. Sie hatte sie in Japan bestellt. Die sahen so cool aus, dass ich unbedingt Pocky selbst herstellen wollte. Da ich aber keine Packung mit Inhaltsstoffe im weiten Internet fand, war meine erste Idee ein Mürbeteig. Auch mein zweiter Versuch war wieder ein Mürbeteig. Geschmacklich waren sie der Hammer, aber meine Geduld wurde beim Glasieren ziemlich auf die Probe gestellt, da sie sehr leicht dabei abgebrochen sind. Ich schaffte auch nur Stäbchen in der Länge zwischen 11 und 14 cm.

Inzwischen habe ich die Inhaltsstoffe endlich gefunden, analysiert und nachgebacken. Sie sind 18 cm lang und mit dem Teig lassen sie sich dann leichter glasieren. Die werde ich dann demnächst bloggen.  Bis dahin viel Spaß beim nachbacken der leckeren Mini-Pocky-Stäbchen.

Anna

Pocky-Rezept 1:
Zutaten für 3 Bleche:
150 g Mehl
75 g Puderzucker
125 g Butter, kalt
50 g Marzipan
1 g Backpulver
300 g weiße Kuvertüre
gehackte Pistazien
1 EL Himbeerfruchtpulver (oder jedes beliebig andere Fruchtpulver. Ich habe unser selbstgemachtes Himbeerfruchtpulver verwendet)
  1. Kalte Butter in Würfel schneiden.
  2. Mehl, Puderzucker  und Backpulver in einer Schüssel vermischen.
  3. Marzipan in kleine Stücke reißen und mit dem Mehl lose mischen.
  4. Auf die Arbeitsfläche schütten. 
  5. Butter hinzufügen und mit der Palette oder einem Teigkarte in das Mehl hineinhacken.
  6. Auf ein Backpapier rechteckig zirka 4 mm dick ausrollen. Die Breitseite sollte 11 bis 13 cm haben.
  7. Mit einer gezackten Teigkarte mit den engen Zacken parallele Linien auf der Oberfläche einritzen. Mit der Palette den Teig an diesen Linien durchschneiden.
  8. Mit einer Frischhaltefolie alles abdecken. Auf ein dünnes Brett oder Tablett ziehen und kalt stellen.
  9. Backpapier auf 2 Backblech legen.
  10. Sobald der Teig festgeworden ist, die einzelnen Stücke mit der Palette trennen und mit etwas Abstand auf das Backblech legen. Der Teig soll dabei so fest sein, dass die einzelnen Stücke mit der Hand leicht hochgehoben werden können. Wenn nicht kann er vorher auch kurz in das Tiefkühlfach gegeben werden.
  11. Backbleche mit Teigstücke nochmals kalt stellen.
  12. Sind noch Teigstreifen übrig, dann diese auf ein Stück Backpapier verteilen.
  13. Backrohr auf 170 °C vorheizen.
  14. 7 bis 10 Minuten backen.
  15. Kurz auskühlen lassen, dann das Backpapier vom Backblech ziehen. Stangen leicht verschieben und ganz auskühlen lassen.
  16. Nächstes Backblech in das Backrohr schieben.
  17. Inzwischen die weiße Kuvertüre zerkleinern und in ein Wasserbad stellen.
  18. Flüssige Kuvertüre in ein dünnes Gefäß gießen, sodass beim Eintauchen der Stangen, die Stangen 5 bis 8 cm mit Kuvertüre bedeckt werden.
  19. Ein ausgekühltes Stäbchen so 5 cm vom Rand entfernt hochheben und senkrecht in die Kuvertüre tauchen. Herausheben und senkrecht etwas abtropfen lassen. Dann mit der unglasierten Seite in ein Gefäss mit Reis oder Bohnen stecken. Alternativ dazu können die Stäbchen auch mit der Unterseite am Rand des Gefäßes abgestrichen und dann auf ein Backpapier gelegt werden.
  20. Einen Teil der Stäbchen gleich nach dem Glasieren mit gehackten Pistazien bestreuen. 
  21. Beim restlichen Teil die Kuvertüre fest werden lassen. Dann die Stäbchen auf ein Backpapier legen. Etwas Kuvertüre mit dem Himbeerfruchtpulver verrühren. Mit einer kleinen Spritztüte aus Backpapier Linien über die glasierten Teile ziehen. Kann auch mit einer Gabel gemacht werden.
  22. Kuvertüre aushärten lassen und fertig sind die Pocky
Tipps:.

  • Etwas Bittermandelaroma hinzufügen.
  • Die Stäbchen brechen leicht. Es ist daher einfacher etwas kürzere Pocky zu machen.
  • Jedes andere Fruchtpulver verwenden.
  • Die ganze Kuvertüre mit Fruchtpulver vor dem Glasieren aromatisieren.
  • Statt tauchen die Kuvertüre mit einem Backpinsel auftragen.
 Eingeritzter Teig mit gezackter Teigkarte
 mit der Palette entlang der Hilfslinien den Teig parallel durchgeschnitten
weicher durchgetrennter Teig vor dem Kühlen
 fester Teig nach dem Kaltstellen
Stäbchen mit der Palette einzeln weggeschoben...
 ...und auf ein Backpapier mit etwas Abstand gelegt
 belegtes Backblech vor dem Backen
 nach dem Backen
unglasierte Pocky-Stäbchen
 glasiert und in einer Box mit Reis gestellt
auf Backpapier gelegt und mit Pistazien bestreut
getrocknete Pocky
Himbeerpulver mit weißer Kuvertüre vermischt
und verziert
weitere Pocky-Beispiele
auf Backpapier in einer Box

Pocky Rezept 2:
Zutaten für 1 Blech mit zirka 32 Stück:
50 g Mehl
17 g Mandeln
13 g Puderzucker
42 g Butter
100 g weiße Schokolade
etwas orange gefärbtes Kokosfett (mit süßem Paprika gefärbt)
etwas Rumaroma
  1. Gehackte oder gestiftelte, geschälte Mandeln in einer elektrischen Kaffeemühle fein mahlen.
  2. Mandeln, Puderzucker und Mehl vermischen und auf die Arbeitsfläche sieben.
  3. Butter klein schneiden und mit der Palette in das Mehl hacken.
  4. Dann rasch mit kalten Händen einen Teig kneten.
  5. Kurz kalt stellen.
  6. Teig zu einem Block formen und zu einem 5 mm hohen und 14 cm breiten Rechteck ausrollen.
  7. Mit einer gezackten Teigkarte mit den engen Zacken parallele Linien auf der Oberfläche einritzen. Mit der Palette den Teig an diesen Linien durchschneiden.
  8. Mit einer Frischhaltefolie alles abdecken. Auf ein dünnes Brett oder Tablett ziehen und kalt stellen.
  9. Backpapier auf Backblech legen.
  10. Sobald der Teig festgeworden ist, die einzelnen Stücke mit der Palette trennen und mit etwas Abstand auf das Backblech legen. Der Teig soll dabei so fest sein, dass die einzelnen Stücke mit der Hand leicht hochgehoben werden können. Wenn nicht kann er vorher auch kurz in das Tiefkühlfach gegeben werden.
  11. Backbleche mit Teigstücke nochmals kalt stellen.
  12. Backrohr auf 170 °C vorheizen.
  13. 10 Minuten backen.
  14. Kurz auskühlen lassen, dann das Backpapier vom Backblech ziehen. Stangen leicht verschieben und ganz auskühlen lassen.
  15. Heißes Wasser in einem Topf schütten. Einen Teller darüber legen. Die weiße Schokolade darauf legen. Sobald sie zu schmelzen beginnt, Rumaroma hinzufügen und mit einem Teelöffel glatt rühren.
  16. Mit einem Backpinsel die Stäbchen zwei Drittel vorsichtig bepinseln.
  17. Etwas gefärbtes Kokosfett hinzufügen und vermischen. Nochmals die Stäbchen bepinseln. Eventuell ein paar Farb-Punkte zusätzlich setzen.
  18. Fertig sind die Pocky. (Foto unten)

Kommentare:

  1. Was für eine süße Parade! Die sehen super aus. Die Verzierungen gefallen mir sehr und die Zutaten erst.Wenig Arbeit ist es ja nicht, aber der Hingucker lohnt sich. Vielen Dank für das Rezept
    und einen schönen Sonntag
    Ingrid

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    1. Danke Ingrid. ♥ ...und ja, arbeitsmässig fallen sie schon etwas in die Kategorie Weihnachtsbäckerei. :-)

      Liebe Grüße
      Anna

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  2. Sieht lecker aus und der Name hört sich schon so niedlich an....aber geh ich recht in der Annahme, das die sehr sehr dünn sind, weil du teilst sie ja mit der Palette oder? Könnte für mich Grobmotorikerin schwer werden :-D

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    1. Das Teilen ist nicht so schwer, da sie entlang der vorgeritzten Linien mit der Palette nur gerade in den Teig durchgeschnitten und erst nach dem Kaltstellen voneinander getrennt werden. Das Problem beim ersten Teig ist, dass durch das Backpulver die Stäbchen zu stark auseinandergehen und Pocky dünne Stäbchen sind. Das Hauptproblem ist aber die Glasur, denn dabei sind einige abgebrochen.

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  3. Das ist ja wieder was ganz herziges... wofür ich sicher die Geduld nicht aufbringen würde. Und ich bin gespannt auf die japanische Variante.... Schönen Sonntag!

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    1. ...bei der japanischen Variante kommt dann ein "Zwillingteig" zum Einsatz. In Japan verwendet die Firma Speisenatron und Backfett und für ihre deutsche Version Backpulver...

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  4. Danke für diese tolle Rezeptidee. Die werde ich mit Sicherheit ausprobieren.

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  5. Die sehen ja sehr cool aus! =)

    Liebe grüße,
    Sarah =)

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    1. Danke Sarah. ♥ Hatten bei meinen Testessern auch großen Anklang gefunden...

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  6. Die sind bestimmt superlecker. So eine filigrane Arbeit .. fast zu schade zum aufessen :)
    Liebe Grüße, Renate

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    1. Danke Renate. ♥ Das schöne daran, die Hände werden bei der Hitze mit der Schokolade nicht klebrig. :-)

      Liebe Grüße
      Anna

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  7. Da Hast du dir ja eine Arbeit gemacht, ich hätte vielleicht im einer Tülle hauchdünne Pockys aufs Blech gespritzt, geht vielleicht schneller, aber ich bin ja zu faul zum nachbacken *lol* Die Pockys hier ganz unten auf dem Bild kommen dem Original am nächsten^^ Klasse

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    1. Danke melonpan. ♥ ...mit Spritzen geht da nichts. ...auch nicht beim Copy Cat, das ich noch posten werde. ...denn da wird Hefe mit Mürbteig kombiniert, das wesentlich einfacher zum Glasieren ist und die auch problemlos auf 18 cm zugeschnitten und gerollt werden können...

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  8. dann geht es dir ja genauso wie mir.. meine alten rezepte habe ich alle gelöscht, weil mir das design der posts absolut nicht mehr gefallen hat, sah alles so lieblos aus, die meisten werde ich wahrscheinlich aber noch mal so nach und nach nochmal zeigen...danke das es dir gefällt

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    1. Danke Jasmin. Ich freue mich, dass Du wieder blogst.

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  9. Na dann habe ich ohne es zu wissen vor kurzem mit meinen Mikado Stäbchen was ganz ähnliches gebacken.

    Deine sind aber sehr viel regelmäßiger als meine waren.

    LG Sandar

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    1. In Deutschland werden die Pocky auch als Mikado bezeichnet. Ja, ich habe Deine Mikado Stäbchen gesehen und hätte auch gerne dahin verlinkt, wenn es nicht so kompliziert gewesen wäre. Denn erst muss man zu dem andern Blog klicken. Dort angekommen muss man erst einmal die Mikado suchen gehen, dann auf weiterlesen klicken und für das Teigrezept wieder zu Deinem Blog zurückklicken... Schade, Deine Idee mit den Farben fand ich sehr gut.

      Liebe Grüße
      Anna


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