Dienstag, 9. Juli 2013

Erdbeerkulfi aus Frischkäse

Der Unterschied von Kulfi und einer normalen Eiscreme ist ja, dass Kulfi keine Luft enthält. Durch die hohe Dichte der Masse können Eiskristalle nur in kleiner oder gar keiner Form entstehen. Der Anblick des Doppelrahm Frischkäses zeigt hohen Eiweiss- und Fettgehalt. Also eine Masse die schon fast wie die eingekochte Milch eine hohe Dichte aufweist.  Das muss getestet werden. Da Kulfi viel länger zum Einfrieren braucht, also 12 Stunden mindestens, verringerten wir die Dichte mit Erdbeeren  und verwendeten einen Tiefkühlbeutel. Das gibt daher Kristalle, die aber durch ein wenig kneten wieder verschwinden.

Kulfi wird in Indien oft auch wie unser Eis am Stiel in Kulfibehälter gefüllt und dann mit einem Stiel eingeforen. Auf dem Blog Meine süße Werkstatt entdeckten wir Gefrorenes mit Frischkäse am Stiel. Die Dichte kommt bei diesem Rezept näher an das indische Kulfi als unser heutiges Rezept, da es mit Erdbeermarmelade zubereitet wird, benötigt aber dann auch die 12 Stunden Einfrierzeit. 

Zutaten für 2 Portionen:
100 g Doppelrahm Frischkäse 
50 ml Sahne
35 g Invertzuckersirup
2 Tl Zucker
180 g Erdbeeren
  1. Erdbeeren putzen und waschen. 
  2. Mit 2 TL Zucker  in einer hohen Schüssel mit dem Stabmixer pürieren.
  3. 20 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
  4. Frischkäse mit Sahne und Invertzuckersirup verrühren.
  5. Erdbeerpüree hinzufügen.
  6. Masse in einen Tiefkühlbeutel füllen und das Ende so umlegen, damit nichts herausrinnt. 
  7. Mit einem kleinen Tablett (wenn nicht vorhanden Teller) in das Tiefkühlfach legen und 2 bis 4 Stunden einfrieren.
  8. Ein Küchenhandtuch darüber legen und mit den Handballen etwas durchkneten.
  9. Aus dem Sack nehmen und mit ein paar Erdbeeren servieren.

Tipp: Statt Invertzuckersirup kann auch gezuckerte Kondensmilch verwendet werden.


 fertig gefrorene Masse im Tiefkühlbeutel
 mit dem Handballen und etwas Druck durchgeknetet
Handtuch dazwischen legen!

Kommentare:

  1. Hallo Anna,

    das ist das erste Mal, dass jemand in einem Blogbeitrag meine "Werkstatt" erwähnt, und dann auch noch in einem, der so lecker aussieht :-)

    Liebe Grüße,
    Barbara

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    1. Danke Barbara! ♥ Ich habe heute zur Ergänzung auch noch ein Frischkäse Kulfi mit Steckerl nach indischer Art im Schmandbecher gemacht. Angefangen hat es mit Deinem Rezept, aber auf Grund der mangelnden Zutaten ist dann doch wieder etwas anderes herausgekommen. Das ruht jetzt im Tiefkühlschrank die nächsten 12 Stunden. :-)

      Liebe Grüße
      Anna

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  2. Bei Invertzuckersirup hätte ich eher an Honig gedacht? Klingt lecker- und ziemlich mächtig.... sympathisch an dieser Art Eiscreme ist dass sie ohne Eier auskommt, denn dafür bringe ich meist nicht die genügenden Geduld auf.

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    1. Invertzuckersirup habe ich schon lange im Schrank und fast nie gebraucht. Jetzt ist er schon langsam am Rückkristallisieren. Hier war er ziemlich praktisch, da ich den Zucker nicht erst auflösen musste. Wenn Invertzuckersirup etwas mehr eingedickt wird, dann hätten wir einen Kunsthonig. Akazienhonig könnte daher auch sehr gut für dieses Rezept verwendet werden. Ei ist wegen dem Lezithin ein guter Emulgator, aber ich finde bei Vanilleeis ist das tolle Aroma dann weg. Auch nicht mehr notwendig, da wir ja Johannisbrotkernmehl und Guarkerkernmehl haben. Die machen das Eis so cremig,cremiger geht es gar nicht mehr, selbst ohne Eismaschine.

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  3. Gedankenübertragung! Habe am Wochenende etwas ähnliches mit meinen frischen Erdbeeren gemacht :)

    Frischkäse, Erdbeerpüree & Agavendicksaft vermischt, in Silikon-Eis-Am-Stil-Formen und gefroren.

    Hat wirklich nur ganz wenige Eiskristalle !!

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    1. Ja ist wirklich eine coole Sache. Dann wird es das ja bald auch bei Dir zu sehen geben. Bin schon gespannt.

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