Sonntag, 5. Mai 2013

Kakinada Khaja


Khaja ist so etwas wie eine indische Form von unserem Blätterteig. Sie ist sehr populär in Nordindien im Raum um Bihar, hat aber auch abgewandelte Formen bis in den Süden. Wir haben eine beliebte Version aus Andhra Pradesh, Südindien,  nachgekocht. Sie heißt Kakinada Khaja nach einer Küstenstadt aus Andhra Pradesh. Diese sind gerollt und werden entweder mit Pflanzenöl oder Ghee (= Butterschmalz) zubereitet. Wir haben sie auf beide Arten ausprobiert und finden, dass die Variante mit Ghee schöner bräunt,  besser aufgeht und schmeckt. Wer aber keine Milchprodukte verträgt oder essen möchte, kann statt dem angegebenen Butterschmalz (= Ghee) auch einfach Speiseöl nehmen. Wir haben sie auch gebacken, was auch nicht schlecht schmeckte. 

Zutaten für 8 Stück:
Sirup:
110 g Zucker
100 ml Wasser
1 El Rosenwasser
ein paar Tropfen Zitronensaft
Teig:
100 g Mehl
1 Prise Salz
1 Prise Speisenatron
1 Messerspitze Backpulver
1 EL Butterschmalz (= Ghee), weich oder Speiseöl
45 g Wasser
Zusätzlich zum Ausrollen:
1 EL flüssiges Butterschmalz (= Ghee) etwas Mehl
1 l neutrales Speiseöl oder Ghee zum Frittieren.
  1. Sirup: Aus Zucker, Zitronensaft und Wasser einen Sirup kochen. Er soll sich klebrig anfühlen und eine Probe auf einem kalten Teller soll die Spur halten. Rosenwaser hinzufügen und nochmals kurz aufkochen. Sirup bis zur Verwendung warmhalten.
  2. Teig: Mehl, weiches Butterschmalz, Salz, Speisenatron und Backpulver vermischen.
  3. Wasser hinzufügen und mit einer Gabel zusammenrühren. Gut durchkneten und in einen Tiefkühlbeutel geben. 1 Stunde ruhen lassen.
  4. Teig in 3 Teile teilen und jeden Teil so dünn als möglich ( 1 mm oder dünner) und zirka in gleicher Größe ausrollen. Falls der Teig klebt, das Nudelholz mit etwas mit Mehl einreiben. 
  5. Eine Teigplatte nehmen und dünn mit Mehl bestäuben. Etwas flüssiges Butterschmalz verteilen und mit dem Mehl zusammen die Oberfläche einreiben.
  6. Die nächste Teigplatte darauflegen und Vorgang wiederholen.
  7. Die dritte Teigplatte darauflegen und den Vorgang nochmals wiederholen.
  8. Alle 3 Teigplatten eng miteinander einrollen.
  9. In 2 bis 3 cm  Stücke schneiden.
  10. Jedes Stück flach ausrollen. An den beiden Enden mit mehr Druck dünner ausrollen.
  11. Frittieröl (oder Fett) erhitzen. 4 Stücke gleichzeitig einlegen und schwimmend ausbacken. Ist die eine Seite goldbraun, die Teile wenden.
  12. Sirup nochmals stark erhitzen. 
  13. Fertige Teile mit dem Schaumlöffel aus dem Öl holen und gleich in dem heißen Sirup legen. Wenden und in eine Auflaufform legen, wo der restliche Sirup in die Teile einziehen kann.
 ausgerollte Teigplatte
 bemehlte Teigplatte mit flüssigem Butterschmalz begossen
 Teigplatte mit verteiltem Mehl und Butterschmalz
 3 Teigplatten übereinander gelegt
 Teigrolle in Stücke geschnitten
 flach gerollte Stücke
 4 Stück in der Fritteuse
 fast fertig frittiert
 fertig frittierte Khajas im Rosensirup
ganz links: gebackene, mit Butterschmalz zubereitete Khajas
ganz rechts und unten: frittierte, mit Öl zubereitete Khajas
Durchgeschnittenes Khaja (Teig mit Butterschmalz zubereitet, in Öl frittiert und vollgesaugt mit Rosensirup)
 links: Teig mit Butterschmalz und frittiert
ganz oben durchgeschnitten: ein Stück aus dem Backofen
ganz unten: im Backrohr gebackene Stücke


Tipp:
Statt frittieren können sie auch gebacken werden. Stücke auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Backrohr bei 250 °C 10 Minuten backen. Noch heiß in den heißen Sirup geben, etwas schwimmen lassen, wenden und mit einem Schaumlöffel auf ein Tablett geben 
 Teig mit Öl statt Butterschmalz

Kommentare:

  1. ich würde jetzt gerne mal reinbeissen, obwohl ich kein freund von ganz süssem bin, wie es oft die orientalischen süssspeisen sind...

    und ich bin kein freund von öl im topf, daher würde ich es im backofen versuchen. könnte man dafür auch filoteig verwenden?

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    1. Danke Sandra. Die Süße hält sich überraschender Weise in Grenzen. Kommt darauf an wie lange man die Gebäcke im Zuckersirup schwimmen lässt. Frittieren tu ich praktisch nie, aber da gerade jemand frittiert hatte habe ich es doch einmal ausprobieren müssen - und leider sind sie tatsächlich so mehr aufgegangen. Aber die gebackenen fand ich auch nicht schlecht. Ob das mit Filoteig geht, weiß ich nicht, kann es mir aber gut vorstellen. lg Anna

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