Sonntag, 3. Februar 2013

Orangenmarmelade mit Agar Agar

 

Eigentlich ist eine Orange ideal für eine Marmelade mit Pektin, da sie die nötige Säure enthält, die das Pektin für das Gelieren benötigt.  Agar Agar hat aber den Vorteil, dass es keinen Zucker benötigt und mit Süßstoff gesüßt oder der Zucker nach Belieben auch ganz weggelassen werden kann. Ohne Zucker verliert die Marmelade aber auch ihre Haltbarkeit. Daher können solche Marmeladen nur in geringen Mengen hergestellt und kalt aufbewahrt werden. Da sich diese Marmelade wegen dem tollen Aroma der Orangenschalen auch gut als Ausgleich für ein süßes Dessert wie ein Schokolade-Mousse eignet, haben wir diese Marmelade einmal mit einer Orange zubereitet. 


Zutaten:
1 Orange
1 g Agar Agar
1 EL Zucker *optional  (Es kann auch ein Zuckeraustauschstoff wie Xylit oder Süßstoff verwendet werden.)
  1. Orange mit heißem Wasser waschen und einem Kartoffelschäler dünn schälen. 
  2. Schalen in dünne Streifen schneiden. 
  3. Gut mit Wasser bedecken und weich kochen. Das geht so 10 bis 20 Minuten.
  4. Orange filetieren. Dazu mit einem glatten scharfen Messer die weiße Schichte oben und unten abschneiden. Dann großzügig die restliche weiße Schichte in kleinen Schritten von oben nach unten abschneiden. Neben dem Orangenhäutchen links und rechts so einschneiden, dass wir ein Orangenfilet erhalten. In eine kleinen Topf geben
  5. Restliche abgeschnitten Teile über einem Sieb ausdrücken und gegen den Sieb pressen.
  6. Orangenschalen in einem Sieb schütten.
  7. Filetierte Orangen, Saft und Orangenschalen mit Wasser auf 200 g ergänzen.
  8. Agar Agar einrühren und zum Kochen bringen.
  9. 3 Minuten kochen.
  10. Abkühlen lasse und ab und zu umrühren.
  11. In ein Glas füllen und wenn nicht benötigt im Kühlschrank aufbewahren.
geschälte Orange - rechts unten in dünne Streifen geschnitten
abgeschnittene Teile gegen einen Sieb gepresst
Filetierte Orange mit Saft
mit Wasser ergänzt und mit den in Streifen geschnittenen Orangenschalen
in ein Schraubglas gefüllt



Tipps:
  • Wer es ein wenig sämiger haben möchte, kann auch mit dem Agar Agar einen Teelöffel Maisstärke einrühren.
  • Oder 1 Teelöffel Fruchtzucker hinzufügen. Diese Zusätze verändern die Struktur von Agar Agar. Es wird weicher, cremiger. Mehr wie die mit Pektin gekochten Marmeladen.

Kommentare:

  1. Das ist toll mit Agar Agar, habe ich noch nicht probiert und hier die Anleitung für diese köstliche Marmelade ist prima. Danke liebe Anna und herzliche Grüße Ingrid

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    1. Danke Ingrid. Das Aroma ist wirklich toll. Leicht bitter und zusammen mit einem Schoko-Mousse einfach lecker. Unsere klassische Version kommt aber noch.

      Liebe Grüße
      Anna

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  2. Mhhmmm Orangenaroma ist immer super, ich trau mich einfach nicht mit Agar- Agar zu arbeiten, ist mir einmal misslungen und habe es dann nie wieder probiert :(

    LG Marina

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    1. Danke Marina fürs Vorbeischauen. Agar Agar ist eigentlich ein sehr geduldiges Medium. Ist die Masse zu weich, dann fügt man etwas Agar Agar hinzu und kocht es einfach nochmals 2 Minuten. Ist es zu fest, dann gibt man einfach noch etwas Flüssigkeit hinzu und kocht es nochmals 1 Minute. Agar Agar verfestigt sich schon bei 35 °C bleibt aber dann fest auch wenn die Temperatur über 50 °C klettern. Ein Wackelpudding mit Gelatine verliert zum Beispiel die Form nach 30 °C, der mit Agar Agar kann auch bei tropischen Hitzen gegessen werden.

      Liebe Grüße
      Anna

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  3. Ooooh da werde ich mich auch mal ranmachen, morgen geht meine Lieferung leckerer Orangen aus Mallorca auf den Weg :)

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    1. Danke Sandra. Leckere Orangen aus Mallorca, dass hört sich ja lecker an. Mit Agar Agar stelle ich mir das himmlisch vor. Agar Agar hat die interessante Eigenschaft, dass es Aromastoffe in sich bindet und beim Hineinbeissen freigibt. Das ist dann jedesmal eine Überrschungserlebnis. lg Anna

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  4. Sieht wirklich lecker aus! eigentlich bin ich nicht so der Marmeladen-Einkoch-Fan aber ich glaube ich werde mich doch mal rantrauen ;-).

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  5. Danke tollezeit. Wenn Du das Aroma der Orangenschalen gerne hast, wirst Du das kurze Einkochen nicht bereuen. Liebe Grüße Anna

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