Sonntag, 30. Oktober 2011

Orangen-Rosen Konfekt

Wir hatten Orangensaft und die offene Rosenmarmelade mit Agar-Agar. Wir verarbeiteten diese Zutaten zu einem feinen Konfekt, das auch hübsch aussieht.

Zutaten für 20 Stück:

100 g Butterkekse
40 g Kochschokolade (=Blockschokolade)
40 g Rosenmarmelade (mit Agar-Agar)
120 ml Orangensaft, (100% Orangensaft ohne Zucker aus der Flasche)
10 g Zucker
1 g Agar-Agar
1 Becher weiße Kuchenglasur
20 Orangeatstückchen zum Verzieren

Utensilien: Eine  Plastikform (18 x 12 cm oder leerer Familieneisbecher), etwas Backpapier, 1 Doppelboiler (= ein Topf kochendes Wasser mit einer Schüssel, die auf dem Topf passt, aber nicht in das heiße Wasser reicht), 1 Kochlöffel, 1 Schüssel, 1 kleiner Topf, 1 Gabel
  1. Kochschokolade zerkleinern. Butterkekse zerkleinern.
  2. Mit einem Streifen Backpapier die Plastikform so auslegen, dass an beiden Längsseiten etwas von dem Backpapier heraussteht.
  3. Doppelboiler auf den Herd stellen und das Wasser langsam köcheln lassen. In die Schüssel Seite an Seite Schokolade und Rosenmarmelade geben. Schmelzen lassen.
  4. In einer anderen Schüssel die Butterkekse mit 20 ml Orangensaft vermischen. Etwas durchziehen lassen.
  5. Sobald die Schokolade und die Rosenmarmelade geschmolzen ist, die Butterkeksmasse hinzufügen. Schüssel vom Doppelboiler nehmen. Masse mit dem Kochlöffel gut verrühren, dann mit den Händen durchkneten.
  6. Masse in die Plastikform pressen. In das Tiefkühlfach stellen.
  7. Restlichen Orangensaft in den Topf schütten. Agar-Agar und Zucker dazugeben. Gut verrühren und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. 2 Minuten köcheln lassen und dabei immer umrühren. Leicht abkühlen lassen. (nicht unter 50 °C)
  8. Plastikform aus dem Tiefkühlfach nehmen. Den Orangensirup auf die Butterkeksmasse gießen. Auskühlen lassen.
  9. Inzwischen die weiße Kuchenglasur nach Packungsaufschrift vorbereiten.
  10. Backpapier an beiden Enden nehmen und aus der Form ziehen.
  11. In 20 rechteckige Stücke schneiden.
  12. Mit einer Gabel die einzelnen Stücke in die Glasur tauchen und sofort mit einem Stückchen Orangeat verzieren.
  fertige Butterkeksmasse
 Butterkeksmasse in Familieneisbecher
Keksmasse mit Orangengelee geschnitten
Tipps:
  • Butterkekse zerbrechen mit 20 ml Orangensaft vermischen und  in einem Tiefkühlbeutel geben. Tiefkühlbeutel verschließen und mit den Händen die Kekse durchdrücken. Sie werden dabei schön zerkleinert und ziehen besser durch.
  • Für die Optik kann man auch ein paar grüne Zitronatstückchen zum Verzieren nehmen.
  • Statt der Butterkekse kann man die gleiche Menge Reste von dem Kuchen ohne Eier für Petits Fours nehmen. 
  • Ist die Glasur zu flüssig, dann einfach 2 mal glasieren.

Samstag, 29. Oktober 2011

Bananenkaramell mit Earl Grey Tee (Burfi)

Eigentlich ist das ein abgewandeltes Bananenburfi mit einem kleinen Twist, der sehr lecker schmeckte.

Zutaten für 20 Stück:
2 reife Bananen
100 ml Earl Grey Tee
170 ml gezuckerte Kondensmilch (= 1 Tube)
1 haselnussgroßes Stück Butter
etwas geriebene Haselnüsse
20 geröstete und geschälte Haselnüsse (optional)
  1. Earl Grey Tee wie gewohnt zubereiten.
  2. Bananen in Scheiben schneiden und in einer Pfanne karamellisieren lassen.
  3. Durchrühren und mit Deckel etwas weichdünsten. Deckel  fortnehmen, verrühren und Bananenmasse nochmals karamellisieren lassen.
  4. Earl Grey Tee dazugießen und weiter kochen lassen.
  5. Sobald der Tee sich mit den Bananen zu einer homogenen Masse vereint hat, die gezuckerte Kondensmilch dazugießen. Die Butter dazugeben.
  6. Solange rühren und kochen lassen bis sich die Masse von der Pfanne löst.
  7. Auf ein eingefettetes Tablett gießen und mit 2 Teigspachteln zu einem Block formen. Auskühlen lassen. Dann mit einem Teigspachtel in 20 Stücke schneiden.
  8. Geriebene Haselnüsse in eine Schüssel schütten. Jedes Konfekt in die Haselnüsse tauchen und mit einer gerösteten Haselnuss verzieren.
 Bananenmasse nach dem Dämpfen
 Fertige Masse, die sich von der Pfanne gelöst hat
abgekühlte Masse mit dem Teigspachtel in Stücke geschnitten
Tipps:
  • Die 20 Stücke zu Kugeln formen - in den Haselnüssen wälzen - etwas flachdrücken und die Haselnuss hineinsetzen.
  • Mit einem Esslöffel Nocken ausstechen, mit geriebenen Haselnüssen bestreuen und als Dessert servieren.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Turborezept: Rosen-Datteln Konfekt

Die Erntezeit für Datteln ist je nach Sorte von September bis November. Jetzt gibt es also bereits frisch geerntete und getrocknete Datteln zu kaufen. Datteln - Orient, da fiel uns gleich Rosen dazu ein. Im Sommer hatten wir mit Rosen aus dem Garten und Agar-Agar eine Rosenmarmelade gemacht, die wunderbar nach Rosen duftet und schmeckt.  Zeit dieses Rosenaroma auch einmal für eine Süßigkeit zu verwenden. Datteln und Rosen sind eine tolle Kombination. In Choco Balls Brösel gewälzt, ergibt dies ein rasches, leckeres, aussen knusprig  - innen weiches, Konfekt.

Zutaten für 20 bis 25 Stück:
50 g Choco Balls
300 g Datteln, entkernt
100 g Rosenmarmelade
  1. Choco Balls auf einem großen Brett mit einem Nudelholz zerdrücken und ein paarmal darüber rollen. In eine Schüssel geben.
  2. Datteln klein schneiden.
  3. Eine beschichtete Pfanne erwärmen. Herdplatte ausschalten und die Rosenmarmelade hineingeben. Etwas warten bis die Marmelade weich und klebrig wird.
  4. Geschnittene Datteln zur Rosenmarmelade hinzufügen und mit gewaschenen Händen ein wenig durchkneten.
  5. Kugeln formen und in die Choco Balls Brösel wälzen. Kugel zwischen den Händen nochmals rollen und dabei die Brösel ein wenig in die Kugel drücken.
 Choco Balls auf einem Brett und Nudelholz
 Choco Balls Brösel
 kleingeschnittene Datteln
Masse zu Kugeln geformt und in Brösel gewälzt
Tipps:
  • Man kann auch Schoko-Cereals statt Choco Balls nehmen, wenn man keine Choco Balls im Supermarkt findet.
  • Choco Balls können auch in einen Gefrierbeutel gegeben werden und dann mit dem Nudelholz zerkleinert werden.
  • Das Rosenaroma kann man durch Zugabe oder Verringern der Marmeladenmenge steuern. Angefangen von 50 g und einem sehr dezenten Aroma kann man bis 120 g und einem intensiven Aroma dosieren.
  • Wer keine Rosenmarmelade hat, kann auch gekaufte Rosenmarmelade verwenden. Da diese flüssiger ist, sollte man mit weniger starten.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Karamell-Lutschbonbons

Dieses Rezept ist eine  Abwandlung der Karamellbonbons aus gezuckerter Kondensmilch, die am Gaumen kleben bleiben. Die folgenden Bonbons sind gezogene Lutschbonbons, die folglich auch hart sind. Sie sind trocken, glänzen nur schwach, bleiben aber trocken und können daher in einer Dose gut aufbewahrt werden.

Zutaten:
110 g Kokoszucker (oder brauner Rohrzucker)
100 g Kondensmilch
  1. Kokoszucker in heißer Kondensmilch vollständig auflösen.
  2. Aufkochen und ein paar Minuten kochen lassen bis eine Probe sich klebrig anfühlt.
  3. Sirup in eine beschichtete Pfanne schütten. Bei mittlerer Hitze ohne Rühren zum Kochen bringen.
  4. Solange Kochen lassen bis sich eine Schicht am Boden der Pfanne angelegt hat und diese zum karamellisieren beginnt. (passiert je nach Größe der Pfanne nach 3 bis 5 Minuten)
  5. Hitze zurückschalten und zum Rühren beginnen. Sobald sich die Masse von der Pfannen zu lösen beginnt (Diese Masse verhält sich anders als die von gezuckerter Kondensmilch. Sie schäumt mehr und löst sich nicht so sauber von der Pfanne.) noch ein wenig weiter rühren. Wenn man einen Deckel über die Masse hält so soll sich nur mehr ganz wenig Dampf darauf beschlagen.
  6. Auf ein befettetes Tablett gießen. Sobald sich die Masse anfassen lässt, ein paar mal mit dem Teigspachtel zusammenschlagen. dann mit dem Ziehen beginnen. 
  7. Ein paarmal ziehen und zusammenfalten. Dann zwischen den Händen rollen, damit die Oberfläche glatter wird.
  8. Auf ein Brett legen und mit einem Teigspachtel flach drücken. Sofort mit einem großen Messer in Stücke schneiden. 
gerollte Masse (links) mit dem Teigspachtel flach gedrückt (rechts)
 
Bonbons mit der 3-fachen Menge

Montag, 24. Oktober 2011

Zimt Fudge mit Jaggery von Kokosnusspalmen

 
Wenn man in Südindien der Küste entlang fährt, dann kann man viele Palmyra-Palmen mit Tontöpfen in der Palmkrone sehen. In diesen Töpfen wird der Saft der angeschnittenen Blütenstände aufgefangen und wie der Saft des Rohrzuckers zu Jaggery eingekocht. Anders als der Vollrohrzucker bei uns, ist Jaggery nicht so dunkel und wird meistens in große Klumpen verkauft. In einem Asienladen entdeckten wir Pakete mit Jaggery, die aus Thailand kamen und von den Blütenständen der Kokussnusspalme gewonnen wurden. Sie werden als Kokosnusszucker in kleinere Klumpen verkauft. Der Geruch von Jaggery ist mild und leicht karamellig. Er soll auch noch viele Vitamine und Mineralien enthalten. Jaggery enthält neben den normalen Zucker auch Fructose und Glucose. Vor Ort würden wir daher auf zusätzliche Glucose verzichten. Bei uns sind die Klumpen aber schon etwas hart und ein Probegang ohne zusätzlichen Zuckerrübensirup brachte nicht das erwünschte Ergebnis. Wer Kokoszucker in einem Asienladen nicht findet,der kann auch braunen Rohrzucker für dieses Rezept verwenden. Der Zusatz von Zimt  war das Tüpfchen auf dem i. Super cremig und super lecker.
Zutaten für 40 bis 50 Stück:
600 g Kokoszucker (oder brauner Rohrzucker)
250 g Kondensmilch
20 g Zuckerrübensirup (=Goldsirup)
40 g Butter
1 gestrichener Teelöffel gemahlener Zimt
10 g Kochschokolade (=Blockschokolade)
etwas Butter für das Blech

Utensilien: 1 Plastikform (10 x 20 cm), 1 Topf, eine kleine Schüssel mit Eiswasser, 1 Backblech, 1 Teigspachtel, 1 Kochlöffel
  1. Form it einem Streifen Backpapier auslegen. Schokolade zerkleinern. Backblech ausfetten. Eiswasser bereitstellen.
  2. Kondensmilch erwärmen. Kokoszucker darin auflösen.
  3. Auf mittlerer Hitze alles weiter erwärmen. Zuckerrübensirup, Zimt, Butter und Schokolade hinzufügen und gut durchrühren. Aufkochen lassen und dann die Hitze wieder zurückstellen. Kochlöffel entfernen und nicht mehr rühren. Alles weiter köcheln lassen.
  4. Nach 10 bis 15 Minuten testen ob zwischen den Fingern sich schon Fäden ziehen lassen. Dann kann man langsam mit den Proben im Eiswasser beginnen. Sobald die Probe die Form im Eiswasser hält und sich an der Luft noch leicht formen und flach drücken lässt, Masse auf das Backblech gießen. Reste die auf dem Topfrand hängen geblieben sind, nicht beachten.
  5. Sobald die Masse sich anfassen lässt, sofort mit dem Teigspachtel von außen her die Masse immer wieder zusammenfalten und gegen das Backblech pressen, bis sie heller und fester geworden ist und ihren Glanz zu verlieren beginnt.
  6. In die Form geben und kalt stellen.
  7. Sobald die Masse ausgekühlt ist, herausstehende Backpapierenden nehmen und das hartgewordene Fudge aus der Form ziehen. In Stücke schneiden. Messer immer wieder mit einem Haushaltspapier abwischen, damit der Schnitt schön glatt wird.
 kochende Masse
 Masse auf dem Backblech
 helle Masse bearbeitet - dunkle Masse noch nicht zusammengefaltet
 Masse in Plastikform
Fudge mit Backpapierstreifen aus der Plastikform gezogen
Fudge in Streifen geschnitten

Tipps:
  • Wird das Fudge durch das Bearbeiten mit dem Teigspachtel nicht fester - das geht schon eine kleine Weile - dann in eine beschichtete Pfanne schütten und noch kurz etwas köcheln lassen und den Vorgang wiederholen.
  • Man kann die Reste vom Topfrand extra bearbeiten. sind Zuckerkristalle dabei, dann wird daraus so etwas wie ein Scottish Tablet.
  • Hat man zu früh mit dem Durcharbeiten der Masse begonnen und der Zucker sich dadurch kristallisiert hat, dann kann man alles nochmals in Wasser auflösen und den Kochprozess wiederholen.

Samstag, 22. Oktober 2011

Mandel-Vanille Kekse glutenfrei und ohne Ei

Seit wir das Tapiokamehl im Haus hatten, brannten wir schon darauf, es einmal statt normales Weizenmehl zu verwenden.  Der Weizenmehlanteil in dem Rezept für die Schneeflocken ist sehr gering und dient eigentlich nur dem Zusammenhalt der Kekse. Also versuchten wir es einmal damit. Für das folgende Rezept fügten wir noch Mandeln hinzu und wälzten die Kekse wie Vanillekipferl in Puderzucker. Die Kekse sind super gelungen. Sie sind sogar ohne Backpulver gut aufgegangen. Sie haben die gleiche Konsistenz wie die Schneeflocken und schmecken ähnlich wie Vanillekipferl. Sehr lecker!

Zutaten für 25 Stück:
125 g Butter, weich (1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen)
50 g Puderzucker
1 Pkt Vanillezucker
125 g Maisstärke, glutenfrei
50 g Tapiokamehl (weißes Mehl, keine Stärkekügelchen!)
50 g Mandeln, gemahlen
Puderzucker mit Vanillezucker gemischt zum Wälzen (optional)
  1. Backrohr auf 180 °C vorheizen.
  2. Butter schaumig rühren. Puderzucker hineinsieben. Vanillezucker hinzufügen. Alles gut durchrühren.
  3. Maisstärke, Tapiokamehl und Mandeln in die Buttermischung einrühren. Alles mit den Händen zu einem Teig kneten.
  4. Mit beiden Händen 25 kleine Kugeln formen und mit ein wenig Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
  5. Mit dem Daumen in die Mitte jeder Kugel drücken.
  6. Backblech in das Backrohr auf mittlere Schiene schieben.
  7. 15 Minuten backen. Die Kekse sollen auf der Unterseite leicht braun und auf der Oberseite noch fast weiß sein.
  8. Aus dem Rohr nehmen und leicht abkühlen lassen. Die Kekse sollen fest, aber noch heiß sein.
  9. Puderzucker auf einen Teller sieben und mit 1 Pkt. Vanillezucker vermischen.
  10. Heiße Kekse im Puderzucker wälzen. In eine schöne Schüssel geben. Nochmals etwas von der Puderzuckermischung darübersieben und auskühlen lassen.
 Fertiger Teig. Daumenabdruck in der Mitte zeigt die Konsistenz.
Kugeln auf dem Backblech verteilt und mit dem Daumen leicht flach gedrückt.
 Fertige Kekse aus dem Backrohr.
 25 Kekse nach dem Backen.
In Puderzucker gewälzt und durchgeschnitten.

Tipps:
  • Die Teigkugeln statt mit dem Daumen, mit der Gabel etwas flach drücken.
  • Da Tapiokamehl sehr klebrig ist, setzten wir es dem Glutenanteil von Kuchenmehl gleich. Aus 100 g Mehl erhält man 50 g Gluten. Verwendet man keine Mandeln oder Nüsse, dann kann man statt der angegebenen Menge für Kuchenmehl, die halbe Menge Tapiokamehl nehmen. Das wäre in diesem Rezept 25 g statt der 50 g. (getestet!)
  • 1 Tropfen Bittermandelaroma hinzufügen
  • Ist die Butter direkt aus dem Kühlschrank, so kann man sie klein schneiden und mit gut gewaschenen, warmen Händen weich kneten.
  • Vegan: Margarine statt Butter nehmen

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Kokosnusscreme "Creamed Coconut" aus Kokosraspeln selbst gemacht

Wer unser Buch schon hat, weiß dass wir für alles immer ein alternatives Rezept haben. Nicht jeder hat einen Asienladen in reichweite und nicht jeder Asienladen hat vielleicht eine Packung "Creamed Coconut", das wir für die Raffaello Rezepte verwendet hatten. Also starteten wir heute einen Copy Cat Versuch für das Creamed Coconut in der Menge, die wir für die Raffaello Creme benötigten. Wichtig sind hier die Frische und Qualität der Kokosraspeln. Wenn beim Anrösten der Kokosraspeln kein angenehmer Kokosnussgeruch in die Nase steigt, dann sind diese Kokosraspeln der Mühe nicht wert. Das Ergebnis war als Alternative akzeptabel aber nicht gleichwertig, da die Herstellung des Originals wahrscheinlich aus frischen Kokosnüssen gemacht wird. Das Original wirkte fetter und cremiger als die Version mit den Kokosraspeln.

Zutaten:
50 g Kokosraspeln
5 g Kokosfett
etwas weniger als 1 Teelöffel voll heißes Wasser
  1. Kokosraspeln in der Pfanne kurz anrösten bis sie gut zum Riechen beginnen.
  2. In einem starken Standmixer geben und noch warm zerkleinern.
  3. Kokosfett in der noch warmen Pfanne zum Schmelzen bringen und dazugießen.
  4. Durchmixen.
  5. Heißes Wasser dazugeben und wieder eine Weile mixen.
  6. Auf ein Brett schütten und mit einem Nudelholz ein paarmal durchquetschen.
  7. Sofort für die Raffaello Creme verwenden. Will man die Creme länger aufbewahren, dann kann man sie, wie wir für das Foto, in ein kleines Gefäss geben und fest zusammenpressen. In Frischhaltefolie einschlagen und im Kühlschrank aufbewahren.
 Fertige Masse im Standmixer/Blender
Masse mit Nudelholz nochmals zerquetscht
Original links unten Creamed Coconut , rechts oben auf dem Original unsere Kopie

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Raffaello (Copy Cat)

 
Nachdem wir die Raffaello Creme gemeistert haben, war der nächste Schritt, ein Copy Cat dieses beliebten Konfektes herzustellen. Zuerst analysierten wir das Original. Wir entfernten zuerst die äussere Schichte, die wahrscheinlich mehr für das Auge gedacht ist. Ist so etwas wie eine Kuchenglasur mit Vanillegeschmack, die in die Kokosraspeln gerollt wurde. Dann kommt ein Hohlwaffelkörper mit glatter Oberfläche in der Größe der normalen Hohlkugeln aus Schokolade, die man zu kaufen bekommt. Durchmesser zirka 26 mm. Der Hohlwaffelkörper schmeckt leicht salzig, aber nicht schlecht. Er knackt beim Hineinbeißen, was dem Konfekt die besondere Note gibt. Ganz innen kommen wir dann zu der Creme. Die Creme ist je nach Aussentemperatur ganz weich, cremig oder fest. In der Creme steckt eine kleine, geröstete, geschälte Mandel. Die Mandel muss klein sein, da eine grössere nicht hineinpassen würde. Die Mandel ist so etwas wie das Markenzeichen der Firma, da in jedem ihrer Konfekte und Pralinen sich eine Nuss befindet. Für ein Copy Cat also ein "Muss". Ansonsten könnte man sie gut weglassen. Das ganze Konfekt wiegt 10 g. Davon sind 3 g und etwas mehr der äußere Kokosraspelmantel, weniger als 1 g der Hohlwaffelkörper, 0,8 g die Mandel, zirka 5 g die Creme. Die digitale Küchenwaage zeigte uns nicht alles ganz genau an. Wir schätzen den Hohlwaffelkörper auf zirka 0,6 g.
links die abgekratzte äussere Schichte, hinten der Waffelhohlkörper, vorne die Creme, rechts die geröstete Mandel

Fazit der Analyse: Wichtig ist der Knack beim Hineinbeissen, die Creme und schöne Kokosraspeln für das Auge. Da es keine Hohlwaffelkörper zum Kaufen gibt, verwendeten wir Eiswaffeln und machten die Konfekte quadratisch statt rund. Trotzdem versuchten wir auch eine runde Form, die zwar optisch dem Original glich, der aber der Knack beim Hineinbeissen fehlte.
Zutaten für 21 Raffaello:
25 g Creamed Coconut  (= 100% Kokosnuss), zimmerwarm
30 g Kokosfett, zimmerwarm
20 g Speiseöl mit neutralem Geschmack
20 g weiße Schokolade
5 g Magermilchpulver
5 g Puderzucker
4 Eiswaffeln ( 4x5=20, 1 Raffaello ohne Waffel gerollt)
20 kleine Mandeln
Kokosraspeln (zirka 50 bis 70 g zum Wälzen)
1/2 Becher weiße Kuchenglasur
  1. Mandeln 2 Minuten kochen und schälen. In einer Pfanne bei mittlerer Hitze rösten.
  2. Kokosraspeln in einer Pfanne leicht rösten bis sie gut riechen. Sie sollen noch weiß bleiben. (das dauert so 3 Minuten)
  3. Kuchenglasur nach Packungsaufschrift schmelzen.
  4. Weiße Schokolade in eine Schüssel geben und über heißem Dampf zum Schmelzen bringen. Vom Dampf nehmen.
  5. Inzwischen Creamed Coconut sehr gut zerkleinern. Mit ein wenig von dem Speiseöl und einem Teigspachtel die Stücke auf einem Schneidbrett glatt pressen und zu einer Creme verreiben. Zu der flüssigen weißen Schokolade geben und mit einem Kochlöffel verrühren.
  6. Weiches Kokosfett (nicht flüssig!) und Speiseöl dazurühren.
  7. Puderzucker zu dem Magermilchpulver sieben und miteinander vermischen. In die Schüssel zu den anderen Zutaten schütten und gut verrühren (nicht schlagen). Die Masse ist jetzt flüssig. Etwas kalt stellen. Wenn die Creme fest, aber nicht hart geworden ist, wieder aus dem Kühlschrank nehmen.
  8. Eiswaffeln in eine heiße Pfanne geben. Sobald die innere Creme weich geworden ist, kann man sie leicht teilen.
  9. Creme abkratzen, da sie ein starkes eigenes Aroma hat.
  10. Je 2  Eiswaffelhälften in 5 Teile schneiden.
  11. Mit einem Messer etwas Creme auf ein Quadrat streichen, eine Mandel darauflegen. Nochmals etwas Creme auf die andere Quadrathälfte streichen und beide Hälften zusammenfügen.
  12. Mit einem Teigspachtel die Ränder kurz glattstreichen und auf ein Tablett mit einem Stück Backpapier stellen. Nach 10 Stücke sofort in das Tiefkühlfach stellen.
  13. Inzwischen die restlichen anderen 11 Stücke herrichten.
  14. Das eine Tablett mit den inzwischen festgewordenen Konfekten aus dem Tiefkühlfach nehmen und die anderen 10 Stücke hineingeben.
  15. Mit der Kuchenglasur jedes Stück glasieren und sofort in Kokosraspeln gut wälzen. Am besten schüttet man viel Kokosraspeln auf ein kleines Tablett. Dann stellt man das frisch glasierte Konfekt darauf und schiebt von allen Seiten Kokosraspeln darüber. Kurz warten bis die Glasur fest ist, dann zur Seite stellen.
 erhitze, getrennte  Eiswaffelblätter mit abgekratzter Creme
im Hintergrund zwei Waffelblätterhälften in 5 Quadrate geschnitten.
 Creme hier mit Handmixer gerührt - handgerührt ist sie aber besser
 Creme auf Waffelstücke aufgetragen.
Würfel mit Teigspachtel leicht geglättet

Unser Copy Cat als Kugel:
Creme in je eine Hälfte der Kunststoffverpackung, die mit den Pralinen-Hohlkugeln (ø26 mm) mitgeliefert wird, streichen. Eine geröstete Mandel in eine Hälfte hineinstecken und mit der zweiten Hälfte abdecken. In das Tiefkühlfach stellen. herausnehmen und die feste Kugel aus der Form nehmen. Zwischen den Händen die Oberfläche etwas erweichen. Waffel in Stücke brechen und die Kugel rundherum damit bedecken. Zwischen den Händen vorsichtig rollen, damit die Waffelstücke gut anliegen. Kurz kalt stellen und in der Kuchenglasur tauchen. In Kokosraspeln wälzen.
 Creme in 2 Teile der Hohlkugelverpackung plus 1 geröstete Mandel
 die 2 Teile exakt übereinander gelegt
 Fertige Kugel, gekühlt und aus der Form gepresst
 Mit Waffelbruch umhüllt
In Kuchenglasur und Kokosraspeln gewälzt
links das Original (ohne Kokosmantel), rechts unsere Kopie(mit Kokosmantel)

Glutenfrei:
Die noch flüssige Creme in weiße Pralinen-Hohlkugeln füllen. Geröstete Mandel hineingeben. In das Tiefkühlfach geben. Sobald die Masse hart ist mit weißer Schokolade versiegeln. Mit weißer Schokolade glasieren und sofort in Kokosraspeln rollen. Jetzt wurde aus dem Konfekt eine feine Praline, die noch dazu glutenfrei ist.

Haltbarkeit:
Da die Zutaten bis auf die weiße Schokolade identisch sind, wir haben sie wegen dem Aroma und wegen dem zarteren Schmelz, statt Zucker genommen, die weiße Schokolade aber ohnehin eine Haltbarkeit von einem Jahr hat, ist dieses Konfekt, sofern die Zutaten ganz frisch sind, sehr lange haltbar und ideal zum Verschenken.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Raffaello Creme im Glas

Heute verwirklichten wir einmal einen geheimen Wunsch so vieler Raffaello Fans, die die weiße Creme im inneren dieses Konfekts am liebsten als Brotaufstrich oder einfach zum Löffeln im Glas hätten. Nach vielen vergleichenden Testversuchen mit dem Original glauben wir, dass wir diese Creme sehr gut in Geschmack, Konsistenz und Farbe hinbekommen haben. Allerdings gibt es dabei eine geheime Zutat, die einen Besuch in einem Asienladen erfordert. Diese Zutat heißt "Creamed Coconut" zu deutsch Kokosnusscreme, die in einem Block gepresst ist und erst nach Öffnen kühl gelagert werden muss. Sie besteht zu 100% aus Kokosnuss ohne jede andere Zusätze.
Kokosnusscreme - Verpackung und ein aufgeschnittenes noch sehr fest gepresstes Stück

Zutaten für 210 g Creme
(das ist die Menge, die sich in 42 Raffaellos befindet):
55 g Creamed Coconut, nicht gekühlt
55 g Kokosfett, weich (zwei Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen)
40 g Speiseöl mit neutralem Geschmack
40 g weiße Schokolade
10 g Magermilchpulver
10 g Puderzucker
  1. Weiße Schokolade in eine Schüssel geben und über heißem Dampf zum Schmelzen bringen. Vom Dampf nehmen.
  2. Inzwischen Creamed Coconut sehr gut zerkleinern. Mit ein wenig von dem Speiseöl und einem Teigspachtel die Stücke auf einem Schneidbrett glatt pressen und zu einer Creme verreiben. Zu der flüssigen weißen Schokolade geben und mit einem Kochlöffel verrühren.
  3. Weiches Kokosfett (nicht flüssig!) und Speiseöl dazurühren.
  4. Puderzucker zu dem Magermilchpulver sieben und miteinander vermischen. In die Schüssel zu den anderen Zutaten schütten und gut verrühren (nicht schlagen). Die Masse ist jetzt flüssig.
  5. In ein vorbereitetes Honig- oder Marmeladeglas gießen. Kurz kalt stellen. Sobald sie streichfähig ist, kann man sie wieder aus dem Kühlschrank nehmen. Am Besten in einen Raum zwischen 15 und 18 °C lagern oder wie Butter vor Verwendung eine Weile aus dem Kühlschrank nehmen.
Fertig gerührte Creme vor dem Kühlen.

Tipps:
Dieses Rezept wurde von melonpan vom Blog "My little japanese world" nachbereitet. Wer sehen möchte wie ihre abgewandelte Version aussieht, kann sich das hier ansehen.
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