Sonntag, 31. Juli 2011

Schokotäfelchen mit Karamellsplitter

Wochenende und eine Tafel Milchschokolade im Schrank. Zeit für die Schokotäfelchen, die wir einmal ausprobieren wollten. Statt Butterkrokant versuchten wir eine andere Methode, die wir uns auch sehr gut mit einer Edelbitterschokolade vorstellen können.

Zutaten für 18 Stück:
2 EL Zucker
2 g Butter
100 g Milchschokolade

Utensilien: 1 dünner Pappendeckel (10 x 23 cm), etwas Frischhaltefolie, etwas Backpapier
  1. Pappendeckel mit Frischhaltefolie straff überziehen und auf der Rückseite mit Klebestreifen fixieren. Auf das ausgebreitete Backpapier legen.
  2. Milchschokolade zerkleinern und  ins Wasserbad stellen.
  3. Ein kleines hitzebeständiges Tablett mit der Butter dick ausstreichen.
  4. Zucker in einem Topf karamellisieren lassen auf die Butter tropfen.
  5. Tropfen auf einem Brett kleinhacken und zurück auf das Tablett geben.
  6. Flüssige Schokolade über die Karamellsplitter gießen. Mit dem Teigspachtel alles vermischen.
  7. Auf den vorbereiteten Pappendeckel schütten und mit dem Teigspachtel glattziehen. Es darf dabei über den Pappendeckel hinausrinnen. Wichtig ist, dass die Schicht die Stärke von den Karamellsplittern hat.
  8. Etwas abkühlen lassen, dann Pappendeckel von dem Backpapier abheben und auf eine freie Backpapierstelle legen.
  9. Mit dem Teigspachtel Linien für die Täfelchen ziehen.
  10. Fertig fest werden lassen und von der Frischhaltefolie mit dem Teigspachtel abnehmen. Die Täfelchen lösen sich sehr leicht von der Folie.
 dünner Pappendeckel mit Frischhaltefolie überzogen
 kleingehackter Karamell
 Schokolade mit Butter und Karamellsplitter vermischt
 Schokomasse über den Pappendeckel gezogen
 angehobener Pappendeckel...
 ...auf einem freiem Platz gelegt
 mit Teigspachtel in Täfelchen geteilt
Unterseite der Täfelchen
Tipps:
  • Frischhaltefolie von dem Pappendeckel mit einem feuchten Tuch abwischen und abtrocknen. Aufheben. Damit werden wir noch Schokoladedekorationen in einem anderen Blog zeigen.
  • Mit Butterkrokant (Buch Seite 96) statt der Karamellsplitter vermischen.
  • Es kann auch eine kleine Auflaufform sein oder ein Backblech statt des Tabletts genommen werden.

Knuspriges Erdnusskonfekt

Wir hatten noch etwas Erdnussmus im Schrank. Zeit etwas damit zu experimentieren. Das Ergebnis waren Konfekte, die weich und gleichzeitig sehr knusprig waren.

Zutaten für 24 Stück:
110 g Erdnussmus
100 g Zucker
60 ml Wasser
1 gestrichener Teelöffel Weinsteinbackpulver
1 kleine Schüssel mit Eiswasser
  1. Ein Stück Backpapier auslegen.
  2. Wasser in einem kleinen Topf schütten. Etwas erhitzen.
  3. Zucker darin auflösen.
  4. Zuckersirup bei mittlerer Hitze kochen lassen. Falls sich inzwischen Zuckerkristalle am Rand entwickelt haben, kurz den Deckel auf dem Topf geben.
  5. Inzwischen das Erdnussmus in einer beschichteten Pfanne auf kleinster Hitzestufe erwärmen.
  6. Nach 5 Minuten mit den Proben im Eiswasser beginnen. Die Probe soll einen harten Ball ergeben. Sofort von der heißen Herdplatte ziehen.
  7. Weinsteinbackpulver in den Sirup streuen und mit dem Kochlöffel verrühren. Der Sirup beginnt ziemlich zu schäumen und weiß zu werden.
  8. Den Schaum in das erwärmte Erdnussmus gießen und mit dem Kochlöffel gut verrühren. Es bilden sich weiße, luftige, knusprige Zuckereinschlüsse.
  9. Auf das Backpapier schütten. Mit dem Teigspachtel zu einem Block zusammenschieben.
  10. Mit dem Teigspachtel kleine Stücke abtrennen und mit den Fingern kleine Pyramidenhütchen formen. Fertig abkühlen lassen.
Fertige Masse auf Backpapier
Tipps:
  • Man kann auch den Block einfach in Rechtecke schneiden.
  • Wer kein Weinsteinbackpulver hat, kann es auch mit Zitronensaft und Speisesoda versuche. 2 TL Zitronensaft in den Sirup geben und mitkochen lassen. Dann 1 gestrichener TL Speisesoda, statt dem Weinsteinbackpulver hinzufügen. (Wurde von uns noch nicht getestet.)

Sonntag, 24. Juli 2011

Einfache knusprige Zitronenschalen Kekse

Wir wollten einmal Kekse mit Johannisbrotkernmehl ausprobieren. Das Ergebnis hat uns überzeugt.  Ein Mürbeteig, den man nicht stundenlang kalt stellen muss, sondern rasch verarbeiten kann. Die Kekse sind knusprig und doch nicht hart.

Zutaten für 34 Stück a 20 g:
225 g Butter, weich
200 g Zucker
250 g Mehl
3 g Backpulver
5 g Johannisbrotkernmehl
Etwas gerieben Zitronenschale (ungespritzt)
  1. Butter schaumig rühren.
  2. Zucker dazurühren
  3. Mehl mit Johannisbrotkernmehl und Backpulver vermischen. Dazuschütten und verrühren.
  4. Kurz durchkneten und 10 Minuten kalt stellen.
  5. Inzwischen das Backrohr auf 180 °C vorheizen.
  6. 34 Kugeln formen und auf ein Backblech mit Backpapier jeweils 12 Stück legen.
  7. Mit einem Esslöffel flach drücken. Sie haben dann einen Durchmesser von 4 cm.
  8. Bei 12 bis 14 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Inzwischen das nächste Blech vorbereiten.
  9. Herausnehmen etwas abkühlen lassen und dann mit dem Backpapier auf die Arbeitsfläche ziehen. Fertig auskühlen lassen und servieren. In einer Keksdose aufbewahren.
 Teigkugeln mit Esslöffel flach gedrückt.
Fertige Kekse frisch aus dem Backrohr

Tipps:
  • Die Teigkugeln kann man auch einfach mit 3 Fingern platt drücken.
  • Wer auf Nummer sicher gehen will belegt die Bleche nur mit 9 Kekse, da sie sehr auseinandergehen.
  • Zitronenschale haben wir wegen der Frische genommen. Man kann natürlich auch Vanille oder jedes andere Gewürz nehmen.

Panna Cotta Konfekt

Wir hatten noch ein angebrochenes Packet Butterkekse und wollten damit etwas erfrischendes für den Sommer kochen. Das Ergebnis schmeckte sehr cremig und lecker.

Zutaten für 24 Stück:
150 g Butterkekse
80 ml Orangensaft
50 g Zucker
200 ml Sahne
5 g Agar Agar
etwas geriebene Zitronenschale
Eine kalt ausgespülte Plastikform (leerer rechteckiger Eisbecher)
  1. Butterkekse mit der Trommelreibe fein reiben.
  2. Orangensaft darübergießen und geriebene Zitronenschale dazu geben. Vorsichtig verrühren und 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Sahne mit Agar Agar und Zucker gut verrühren. Bei mittlerer Hitze aufkochen. Hitze etwas zurückschalten und 2 Minuten rühren und köcheln lassen. Herdplatte ausschalten.
  4. Butterkeksmischung einrühren. Es soll eine glatte Masse ergeben.
  5. In die Plastikform gießen.
  6. Kalt stellen. Die Masse muss auf unter 35 °C abkühlen, dann kann man sie stürzen. Das passiert je nach Kälteeinstellung des Kühlschranks nach 30 bis 60 Minuten.
  7. In Stücke schneiden. Etwas getrennt voneinander auf den Servierteller stellen.
 geriebene Butterkekse mit Orangensaft und Zitronenschale fertig durchgezogen
 Fertige Panna Cotta Masse
Masse abgekühlt und gestürzt
Tipps:
  • Für eine Marzipandekoration 1 bis 2 Stunden an einem trockenen Ort, die Oberfläche  abtrocknen lassen. Wir haben mit einfachen platt gedrückten Marzipankügelchen dekoriert. Die rote Farbe stammt von unserem selbstgemachten Johannisbeerfarbstoff.
  • Wer keine Trommelreibe hat, kann die Kekse mit dem Messer oder einem Blender zerkleinern.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Ananas Eiscreme ohne Eismaschine

Da das nachgebaute Vanille-Eis so schön cremig war, versuchten wir noch ein Ananas-Eis mit einem ähnlichen Mischungsverhältnis. Um es nicht zu kompliziert zu machen und auch wegen der hohen Fruchtsäure in einer frischen Ananas, verwendeten wir Ananas aus der Dose. Wenn es jemand mit einer frischen Ananas probiert, dann würden wir uns über ein Feedback im Kommentarteil freuen.

Zutaten für 1,5 l Eiscreme:
340 g Ananas  (Dose, abgetropft)
300 g Kondensmilch
200 g Zucker
400 ml Sahne
9 g Johannisbrotkernmehl.
  1. Kondensmilch mit Zucker erhitzen. Solange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Aufkochen. Etwas abkühlen lassen.
  2. 40 g Ananas zur Seite stellen. Den Rest mit dem Stabmixer pürieren.
  3. Johannisbrotkernmehl mit etwas von der gezuckerte Kondensmilch glatt rühren.
  4. Gezuckerte Kondensmilch und angerührtes Johannisbrotkernmehl über die pürierten Ananas gießen. Verrühren. Masse kalt stellen.
  5. Sahne steif schlagen.
  6. Die abgekühlte Masse (sie darf noch warm, aber nicht heiß sein) ebenfalls etwas schaumig schlagen.
  7. Mit einem Teigschaber die steife Sahne unter die Masse rühren. (Nicht mit dem Handmixer!)
  8. In einen großen Tiefkühlbecher füllen und den Deckel darauf geben.
  9. Mindestens 4 Stunden in ein Gefrierfach mit 3 Sternen stellen.
  10. Herausnehmen und mit kleingeschnittene Ananasstücken dekorieren.
Mit Ananas Stücken und einer Dekorkirsche dekoriert
Tipps:
  • Wer die Masse in einem Gefrierschrank oder einer Tiefkühltruhe bei minus 18 °C  länger als 4 Stunden tiefgekühlt hat, wird vielleicht mit dem Portionierer/Eislöffel Mühe haben. Wir haben den Eisbecher kurz in heißes Wasser gestellt, dann den Inhalt auf ein Brett gestürzt und in Würfel geschnitten. Die nicht verwendeten Würfel füllten wir lose zurück in den Tiefkühlbecher.
  • Wer eine frische Ananas zu Hause hat, kann für die Dekoration auch frische Ananas Stücke nehmen.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Kokosröllchen

Eine österreichische Firma in Salzburg hat sich der vergessenen Kokosrolle wieder angenommen und verkauft sie seit 2003 als kleine Rollen, einzeln oder in einem 6-er Pack als typische österreichische Süßigkeit, bis nach Amerika. Wir haben das auch gleich mit unserem raschen Rezept ausprobiert. Die klassische Variante ist eigentlich ohne Milchpulver und wird mit einem Zuckersirup zubereitet. Wir werden es ein anderes Mal zeigen. Unser Rezept geht nur einfach schneller.

Zutaten für 24 Stück:
150 g Kokosraspeln
110 g Puderzucker
60 g Milchpulver
3/4 Phiole Rumaroma
30 g Wasser
30 g weißer Kleehonig
6 TL selbst-gemachte rote Farbe von den Johannisbeeren
etwas rote Lebensmittelfarbe
etwas Kokosraspeln zum Wälzen
  1. Kokosraspeln in einer Pfanne kurz trocken rösten. Sie dürfen dabei nicht braun werden. Sobald man sie riecht sind sie fertig.
  2. Eine Schüssel auf einem Topf mit kochendem Wasser stellen. Puderzucker und Milchpulver darin 3 Minuten umrühren. Schüssel auf Arbeitsfläche stellen.
  3. Kokosraspeln, Rumaroma, Wasser und Honig dazugeben. Mit dem Kochlöffel alles gut verrühren.
  4. Mit den Händen dann einmal gut durchkneten bis alles eine einheitliche Masse ergibt. Die Masse ist jetzt formbar und elastisch wie Marzipan.  Ist sie es nicht, dann kann man mit ein paar Tropfen heißem Wasser nachhelfen.
  5. Masse in 3 Teile teilen. Einen Teil mit der selbst-gemachten Farbe einfärben, einen anderen Teil mit der roten Lebensmittelfarbe rosa einfärben, den dritten Teil weiß lassen.
  6. Jeden Teil in 8 Teile teilen. Jeder Teil wiegt dann ca. 16 g.
  7. Aus jedem Stück eine Rolle formen. Am einfachsten geht dies auf einem Stück Backpapier. Gleich daneben ein zweites Stück Backpapier mit Kokosraspeln bereithalten.
  8. Die Kokosröllchen muss man rascher rollen als die vorher gezeigte große Rolle, da sie rascher abtrocknen und manchmal brechen. Ist das der Fall, dann kann man mit einem Tropfen heißem Wasser nachhelfen.
  9. Jedes Stück nach dem Rollen sofort in den Kokosraspeln wälzen und auf ein Tablett legen. Ein Röllchen als Muster auf dem Backpapier behalten, damit man ungefähr die gleiche Länge erhält.
Tipps:
  • Statt der roten Lebensmittelfarbe kann man auch diesen Teil mit Kakao einfärben.
  • Man kann die Röllchen auch dicker mit 20 g pro Rolle, wie die verkauften Rollen machen.

Dienstag, 19. Juli 2011

Kokosrolle

Eine typisch österreichische Süßigkeit ist die Kokosrolle. Die hat es früher immer als Scheiben in den diversen Bonbonläden, die einmal in Wien fast an jeder Ecke standen, in verschiedenen Farben gegeben. Zeit auch einmal unsere selbst-gemachte, rote Lebensmittelfarbe zu verarbeiten. Dieses Rezept ist nicht klassisch, sondern eine rasche vereinfachte Methode, die immer gelingen sollte.

Zutaten für 24 Stück:
150 g Kokosraspeln
110 g Puderzucker
60 g Milchpulver
 1/2 Phiole Rumaroma
30 g Wasser
30 g guter cremiger Imkerhonig mit wenig Eigengeschmack
3 TL selbst-gemachte rote Farbe von den Johannisbeeren
  1. Kokosraspeln in einer Pfanne kurz trocken rösten. Sie dürfen dabei nicht braun werden. Sobald man sie riecht sind sie fertig. Das geht so 1 bis 3 Minuten
  2. Eine Schüssel auf einen Topf mit kochendem Wasser stellen. Der Schüssel darf nicht in das Wasser hineinreichen.
  3. Puderzucker und Milchpulver hineinschütten und 3 Minuten umrühren.
  4. Schüssel auf die Arbeitsfläche stellen.
  5. Kokosraspeln, Rumaroma, Wasser und Honig dazugeben. Mit dem Kochlöffel alles gut verrühren.
  6. Mit den Händen dann einmal gut durchkneten bis alles eine einheitliche Masse ergibt. Die Masse ist jetzt formbar und elastisch wie Marzipan. Ist sie es nicht, dann kann man mit ein paar Tropfen heißem Wasser nachhelfen.
  7. Ein Drittel der Masse mit dem Teigspachtel abstechen und mit dem Johannisbeerfarbstoff verkneten.
  8. Auf einem Stück Backpapier die gefärbte Masse mit beiden Händen zu einer Rolle rollen. Die Rolle kann fast die Breite des Backpapiers erreichen. Rolle zur Seite legen.
  9. Jetzt die restliche weiße Masse zu einer gleich langen Rolle formen. Die Rolle mit einem Schneidbrett  flach drücken. Sie soll so breit sein, dass sie gerade einmal um die kleine gefärbte Rolle geht.
  10. Die gefärbte Rolle auf die Kante der weißen Masse legen. Alles zusammen einrollen.
  11. Rolle ein paarmal hin und herrollen, damit die Masse sich an der Nahtstelle gut verbindet und verschwindet.
  12. Etwas Kokosraspeln neben der Rolle auf das Backpapier schütten und die klebrige Rolle darin wälzen.
  13. Die Rolle dann in 8 bis 10 mm breite Scheiben schneiden und mit dem Teigspachtel rundherum nachformen und etwas platt drücken. Die Scheiben haben einen Durchmesser von zirka  4 cm.
  14. 10 Minuten in den Kühlschrank stellen. Die Scheiben werden dadurch härter und verlieren ihre Klebrigkeit.
  15. Bei Zimmertemperatur lagern und servieren.
 MIlchpulver und Puderzucker in einer Schüssel über Dampf angewärmt
 Masse fertig zusammen geknetet
 Johannisbeeren-Farbe über ein Drittel der Masse gestreut
 Gefärbte Masse mit zwei Händen auf einem Backpapier gerollt
 Fertige Rolle
 Rolle auf weiße, rechteckige Masse gelegt
 Kokosraspeln neben fertiger Rolle gestreut
Fertige Rolle in 2 Teile geteilt und in Scheiben geschnitten
Tipps:
  • Statt der selbst-gemachten Lebensmittelfarbe kann man jede Lebensmittelfarbe nehmen, die man möchte.
  • Ist die selbst-gemachte Farbe zu klumpig, kann man sie auch in der Kaffeemaschine pulverisieren.
  • Die Masse kann auch einfärbig oder in mehreren Farbschichten gerollt werden.
  • Das Rezept funktioniert am besten wenn es warm ist. Ist die Küche kalt, dann Topf und Schüssel vom Herd nehmen, damit die Wärme der Schüssel länger hält. Sobald die Masse fertig geknetet ist, die Schüssel vom Topf nehmen.

Sonntag, 17. Juli 2011

Besan Burfi (glutenfrei)

Im Buch haben wir ein tolles Rezept für Besan Laddus. Wer den angenehm süßlichen Duft von geröstetem Kichererbsenmehl liebt, kann zur Abwechslung auch einmal unser köstliches Besan Burfi versuchen. Besan (= Kichererbsenmehl) ist im Bioladen, Naturkostladen oder einem Asienshop erhältlich.

Zutaten für 15 Stück:
190 g Kichererbsenmehl (Besan)
125 g Butter
100 g Zucker
60 g Milch
1 Tl Kardamom, gemahlen
Pinienkerne zum Verzieren
  1. Milch mit Zucker erhitzen. Zur Seite ziehen und solange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  2. Butter in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen
  3. Kichererbsenmehl hinein sieben.
  4. So lange rühren bis ein süßlicher Duft wahrnehmbar ist und die Farbe braun geworden ist.
  5. Inzwischen Aufgelösten Zuckersirup wieder auf die Herdplatte ziehen und nochmals aufkochen.
  6. Sobald das Kichererbsenmehl fertig geröstet ist, den Sirup dazuschütten.
  7. Solange rühren bis sich die Masse von der Pfanne löst.
  8. In ein kleines ausgefettetes Tablett gießen und gleichmässig verteilen.
  9. Mit Pinienkerne verzieren und abkühlen lassen.
  10. In 15 Stücke schneiden.
 Kichererbsenmehl in die geschmolzene Butter gesiebt
Kichererbsenmehl fertig in Butter geröstet.
Die Butter beginnt sich dabei etwas abzusetzen.

 Fertig Masse nach Zufügen des Zuckersirups und etwas Rühren.
Fertige Masse im Tablett mit Pinienkerne verziert
Tipps:
  • Statt der Pinienkerne kann man auch gehackte Pistazien, gehackte ganze Mandeln oder gehobelte Mandeln nehmen.
  • Man kann auch alles erst in Stücke schneiden und dann mit Butter bestreichen und dekorieren.
  • Die fertige Masse kann auch auf ein Backpapier geschüttet werden. Etwas abkühlen lassen und dann mit 2 Teigspachteln einen Block formen.

Pfirsich-Eiscreme ohne Eismaschine

In der Hitzeperiode versuchten wir noch ein cremiges Fruchteis ohne Eismaschine. Es ist uns sehr gut gelungen. Schöne Farbe, toller Geschmack und noch dazu schön cremig.

Zutaten:
470 g Pfirsiche aus der Dose ohne Flüssigkeit
170 g gezuckerte Kondensmilch
250 g Schlagsahne
5 g Johannisbrotkernmehl
  1. Pfirsiche mit dem Stabmixer fein zerkleinern.
  2. Johannisbrotkernmehl hineinstreuen und gut verrühren.
  3. Gezuckerte Kondensmilch hinzufügen und  alles nochmals gut mit dem Stabmixer durchrühren.
  4. Sahne steif schlagen.
  5. Mit einem Teigschaber die steife Sahne unter die Masse rühren. (Nicht mit dem Handmixer!)
  6. Auf zwei leere 1 l Familieneisbecher verteilen.
  7. 4 Stunden einfrieren. (Es muss dabei nie umgerührt werden!)
  8. Mit dem Messer in große Würfel schneiden.
 Pfirsiche aus der Dose, abgeseiht
 Pfirsiche mit dem Stabmixer zerkleinert.
 Eismasse fertig gerührt.
Ein Teil der Eismasse in einem 1l Eisbecher.
Ein guter Rest passte nicht mehr hinein.
Also lieber 2 oder einen größeren Becher nehmen.

Tipps:
  • Wer einen Pfirsich hat, kann auch wie wir einen Teil des Fruchtfleisches in kleine Würfel schneiden und damit das Eis dekorieren.
  • Wer große Tiefkühlbecher hat, kann auch alles in einen 2 l Becher gießen. Es benötigt dann nur möglicher Weise mehr als 4 Stunden. Wir versuchten es in einen 1 l Familieneisbecher zu füllen und waren überrascht, dass die Masse so stark an Volumen zugenommen hatte. Da der Becher schon voll war, schütteten wir den Rest der Masse in einen Yoghurtbecher.
  • Bei unserem Bananeneis ersetzten die Bananen das Johannisbrotkernmehl. Möchte man aber auch eine Eiscreme mit anderen Früchten ohne Eismaschine zubereiten, so sollte man den Weg in den Bioladen oder das Reformhaus nicht scheuen und sich das Johannisbrotkernmehl besorgen. Es wird einfach cremiger und man muss nie rühren.
  • Will man es ohne Johannisbrotkernmehl zubereiten, dann sollte man nach 2 Stunden einmal alles durchrühren.
  • Wir haben es wegen der Fruchtsäure nicht versucht, können uns aber vorstellen, dass es auch mit frischen süßen Pfirsichen, statt der Pfirsiche aus der Dose, funktioniert.

Johannisbrotbaum – Wikipedia

Johannisbrotbaum – Wikipedia: "Johannisbrotkernmehl kann zwischen dem 80- und 100-fachen seines Eigengewichts an Wasser binden (fünfmal so quellfähig wie Stärke), stabilisiert Emulsionen und unterbindet Kristallbildung. Weiterhin zeigt es Synergien mit Xanthan, Carrageen und Agar."

Das Johannisbrotkernmehl ist weiß, manchmal leicht beige und geschmacksneutral.

Unter der Nummer E 410 ist es in der EU uneingeschränkt (auch für Bio-Produkte) als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Es kommt in Süßwaren, Soßen, Suppen, Puddings und Speiseeis vielfach zum Einsatz. Für diätetische Zwecke dient Johannisbrotkernmehl als Backhilfsmittel in glutenfreiem Brot.

Freitag, 15. Juli 2011

Eis am Stiel (Copy Cat Version Fortsetzung)


Heute zeigen wir unsere Versuche mit der Copy Cat Version von Magnum am Stil. Vorerst beginnen wir aber mit den Inhaltstoffen und den technischen Angaben von Magnum Classik:
Entrahmte Milch, Milchschokolade, Zucker, Pflanzenfett, Glukose-Fruktose-Sirup, Vollmilchpulver, Butterreinfett, Emulgator (471 - Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren) Stabilisatoren (E410 - Johannisbrotkernmehl, E407 - Carrageen), vermahlene Vanilleschoten, Aroma, Farbstoff (E160a - Carotine)

Je 100 g Magnum Classik enthält: 3,5 g Eiweiß, 27 g Zucker und 19 g Fett und 1,5 g Ballaststoffe (Johannisbrotkernmehl, Carrageen, vermahlene Vanilleschoten)

Das Eis hat eine Länge von 10 cm, eine  von Breite 2,9 cm. Der  Schokomantel ist 1,1 mm dick.

Die erste Hürde, die Herstellung des Speiseeises haben wir schon hinter uns und im vorhergehenden Blog gezeigt. Wie es der Speiseeisfachman im Podcast gemacht hat, erzählen wir jetzt, damit die glücklichen Besitzer einer Eismaschine auch diese Variante kennen lernen.

Rezept mit Eismaschine:
Zutaten:

240 g Milch
250 ml Sahne
90 g Zucker
45 g Traubenzucker
2 g Johannisbrotkernmehl
20 g Milchpulver
1 Vanilleschote

Alle Zutaten Zusammen in ein Gefäss geben. Mit einem Stabmixer gut verquirlen. Auf 85 °C erhitzen und sofort in die Eismaschine geben. Fertige Eismasse in eine Plastikform geben und in den Gefrierschrank stellen.

Die zweite Hürde ist der Stiel. Der Eisfachmann hatte dazu an das Kamerateam Magnum verteilt und dann die leeren Stiele wieder eingesammelt und desinfiziert. Wir haben es mit Plastikstäbchen, die wir im Haus hatten, probiert. Auch mit einem Plastikstäbchen, das mit den Datteln mitgeliefert wird. Es soll aber solche Hölzchen auch zu kaufen geben. Der Eisfachmann hatte damit einige Mühe. Er strich zuerst das fertige Eis von der Eismaschine gleichmässig in eine Aluform. Dann versuchte er mit einer Schablone die Form des Magnum nachzuschneiden. Dabei wurde ihm das Eis zu weich und er konnte es kaum herausnehmen. Also machte er mit flüssigem Stickstoff weiter, das er über das Eis goss. Die minus 200 °C machten das Eis in Sekundenschnelle hart. Dann stürzte er es aus der Form, wartete etwas und begann das Eis mit der Schablone auszuschneiden und führte die Holzstiele ein. Dann tauchte er sie nochmals in flüssigen Stickstoff und gleich danach in flüssige Schokolade. Seine Kopie war zwar nicht ganz so perfekt wie das Original, aber die Versuchspersonen, die mit verbundenen Augen kosteten, konnten zum großen Teil keinen Unterschied erkennen.

Und hier unsere Methode:
Nach 4 Stunden bei minus 18 °C im Gefrierschrank war das Eis ohne Eismaschine gerade richtig zum Schneiden. Da wir keine perfekte Kopie wollten, brauchten wir nur den Stiel in das Eis stecken und rundherum ausschneiden. Die Höhe der Eismasse in der Plastikform bestimmte die Länge unseres Eises. Mit den Händen formten wir es ein wenig nach und stellten es mit einem leeren Sahnebecher nochmals in den Gefrierschrank. Sobald es fest war spachtelten wir Schokolade darauf. Das war der erste Versuch, der uns nicht ganz so gut gefiel, da die Schokolade so rasch fest geworden ist, dass man jeden Spachtelstrich sah.

Nach 12 Stunden war das Eis total gefroren. Wir stürzten es aus der Form und schnitten es einfach in Rechtecke zu.  Da die Rechtecke zu hoch waren teilten wir sie und steckten in jedes Stück unsere Plastikstiele. Danach formten wir sie mit den Händen ein wenig nach und legten sie schön getrennt in eine Plastikform. Wir ließen sie 2 Stunden total festfrieren und tauchten sie in einen Sahnebecher voll Schokolade. Da tauchte das erste Problem auf. Bei nur 250 g Milchschokolade im Becher, erstarrte die Schokolade sofort beim Eintauchen des Eis am Stiel. Die Schokolade muss also flüssiger sein, als gewohnt, mit einem Wort sie muss noch warm sein um einen dünnen Schokomantel zu erhalten.

So bleibt nur die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Wir haben es nicht nachkalkuliert, aber preislich sollte da laut Podcast ein erheblicher Unterschied sein. Also viel billiger.  Uns selbst gefällt der Geschmack und die einfache Zubereitung des supercremigen Vanilleeises. Schokolade ja, aber nicht am Stiel. Dafür lassen wir uns das nächste mal etwas anderes einfallen. Auf jeden Fall hat es Spass gemacht.
 Eis am Stil nach dem Ausschneiden und Formen.
 Eis am Stiel in Milchschokolade getaucht.
Eis am Stiel (Plastikstiel aus der Dattelpackung)
Schokolade mit dem Teigspachtel daraufgespachtelt

Nachtrag am 11.8.2013
Inzwischen haben wir ein Magnum gegessen und wie der Eisfachmann den Stiel ausgekocht. Das Eis füllten wir in einen leeren Joghurtbecher, den wir mit einer doppelten Schicht Alufolie versiegelten. In die Mitte steckten wir dann den Stiel. Da fertige Eis holten wir aus dem Becher und schnitten links und rechts geradesoviel von dem Eis weg, dass es die Stärke von Magnum hatte. Dann tauchten wir es rasch und ganz kurz in flüssige Schokolade ein.

 Magnum aus dem Joghurtbecher auf einem Schneidbrett
fertig zugeschnittenes Eis am Stiel 
 weiche Schokolade
getaucht und abgebissen
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