Heute zeigen wir unsere Versuche mit der Copy Cat Version von Magnum am Stil. Vorerst beginnen wir aber mit den Inhaltstoffen und den technischen Angaben von Magnum Classik:
Entrahmte Milch, Milchschokolade, Zucker, Pflanzenfett, Glukose-Fruktose-Sirup, Vollmilchpulver, Butterreinfett, Emulgator (471 - Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren) Stabilisatoren (E410 - Johannisbrotkernmehl, E407 - Carrageen), vermahlene Vanilleschoten, Aroma, Farbstoff (E160a - Carotine)
Je 100 g Magnum Classik enthält: 3,5 g Eiweiß, 27 g Zucker und 19 g Fett und 1,5 g Ballaststoffe (Johannisbrotkernmehl, Carrageen, vermahlene Vanilleschoten)
Das Eis hat eine Länge von 10 cm, eine von Breite 2,9 cm. Der Schokomantel ist 1,1 mm dick.
Die erste Hürde, die Herstellung des Speiseeises haben wir schon hinter uns und
im vorhergehenden Blog gezeigt. Wie es der Speiseeisfachman im Podcast gemacht hat, erzählen wir jetzt, damit die glücklichen Besitzer einer Eismaschine auch diese Variante kennen lernen.
Rezept mit Eismaschine:
Zutaten:
240 g Milch
250 ml Sahne
90 g Zucker
45 g Traubenzucker
3 g Johannisbrotkernmehl
20 g Milchpulver
1 Vanilleschote
Alle Zutaten Zusammen in ein Gefäss geben. Mit einem Stabmixer gut verquirlen. Auf 85 °C erhitzen und sofort in die Eismaschine geben. Fertige Eismasse in eine Plastikform geben und in den Gefrierschrank stellen.
Die zweite Hürde ist der Stiel. Der Eisfachmann hatte dazu an das Kamerateam Magnum verteilt und dann die leeren Stiele wieder eingesammelt und desinfiziert. Wir haben es mit Plastikstäbchen, die wir im Haus hatten, probiert. Auch mit einem Plastikstäbchen, das mit den Datteln mitgeliefert wird. Es soll aber solche Hölzchen auch zu kaufen geben. Der Eisfachmann hatte damit einige Mühe. Er strich zuerst das fertige Eis von der Eismaschine gleichmässig in eine Aluform. Dann versuchte er mit einer Schablone die Form des Magnum nachzuschneiden. Dabei wurde ihm das Eis zu weich und er konnte es kaum herausnehmen. Also machte er mit flüssigem Stickstoff weiter, das er über das Eis goss. Die minus 200 °C machten das Eis in Sekundenschnelle hart. Dann stürzte er es aus der Form, wartete etwas und begann das Eis mit der Schablone auszuschneiden und führte die Holzstiele ein. Dann tauchte er sie nochmals in flüssigen Stickstoff und gleich danach in flüssige Schokolade. Seine Kopie war zwar nicht ganz so perfekt wie das Original, aber die Versuchspersonen, die mit verbundenen Augen kosteten, konnten zum großen Teil keinen Unterschied erkennen.
Und hier unsere Methode:
Nach 4 Stunden bei minus 18 °C im Gefrierschrank war das Eis ohne Eismaschine gerade richtig zum Schneiden. Da wir keine perfekte Kopie wollten, brauchten wir nur den Stiel in das Eis stecken und rundherum ausschneiden. Die Höhe der Eismasse in der Plastikform bestimmte die Länge unseres Eises. Mit den Händen formten wir es ein wenig nach und stellten es mit einem leeren Sahnebecher nochmals in den Gefrierschrank. Sobald es fest war spachtelten wir Schokolade darauf. Das war der erste Versuch, der uns nicht ganz so gut gefiel, da die Schokolade so rasch fest geworden ist, dass man jeden Spachtelstrich sah.
Nach 12 Stunden war das Eis total gefroren. Wir stürzten es aus der Form und schnitten es einfach in Rechtecke zu. Da die Rechtecke zu hoch waren teilten wir sie und steckten in jedes Stück unsere Plastikstiele. Danach formten wir sie mit den Händen ein wenig nach und legten sie schön getrennt in eine Plastikform. Wir ließen sie 2 Stunden total festfrieren und tauchten sie in einen Sahnebecher voll Schokolade. Da tauchte das erste Problem auf. Bei nur 250 g Milchschokolade im Becher, erstarrte die Schokolade sofort beim Eintauchen des Eis am Stiel. Die Schokolade muss also flüssiger sein, als gewohnt, mit einem Wort sie muss noch warm sein um einen dünnen Schokomantel zu erhalten.
So bleibt nur die Frage, ob sich der Aufwand lohnt. Wir haben es nicht nachkalkuliert, aber preislich sollte da laut Podcast ein erheblicher Unterschied sein. Also viel billiger. Uns selbst gefällt der Geschmack und die einfache Zubereitung des supercremigen Vanilleeises. Schokolade ja, aber nicht am Stiel. Dafür lassen wir uns das nächste mal etwas anderes einfallen. Auf jeden Fall hat es Spass gemacht.
Eis am Stil nach dem Ausschneiden und Formen.
Eis am Stiel in Milchschokolade getaucht.
Eis am Stiel (Plastikstiel aus der Dattelpackung)
Schokolade mit dem Teigspachtel daraufgespachtelt