Dienstag, 27. September 2011

Soan Papdi eine indische Süßigkeit, die auf der Zunge zergeht

Soan oder auch Sohan Papdi ist so etwas wie die indische, fette Version der Chinesischen Drachenbartsüßigkeit. Wer also den Chinesischen Drachenbart schon nachgekocht hat, wird mit dieser Süßigkeit keine Schwierigkeiten haben. Wer zuerst einmal sehen möchte wie eine indische Großküche diese Süßigkeit zubereitet, der kann sich dieses Video ansehen. Wir haben den Ablauf dort abgeguckt und für die Zubereitung in einer Kleinküche abgewandelt und angepasst.

Zutaten für 32 Stück:
Sirup:
100 g Zucker
40 g Traubenzucker
100 ml Wasser
Masse:
70 g Butterschmalz
40 g Kichererbsenmehl
50 g Mehl
etwas gehackte Pistazien

Utensilien: 2 kleine Töpfe, 1 große beschichtete Pfanne, 1 Kochlöffel, 1 Teigspachtel, Gummihandschuhe, eine kleine Plastikform 10 x 10 cm, ein kleines spitzes Messer
  1. Pfanne kurz anwärmen und Herdplatte ausschalten.
  2. Butterschmalz bei mittlerer Hitze zerfließen lassen.
  3. Kichererbsenmehl und Mehl hineinschütten. Gut verrühren. Hitze etwas zurückstellen und solange rühren bis die Masse sich dunkelgold verfärbt hat. Von der Platte ziehen. Ab und zu noch umrühren, da der Topf noch heiß ist und weiter röstet.
  4. Gleichzeitig Zucker und Traubenzucker im Wasser auflösen und bei mittlerer Hitze in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Danach nicht mehr rühren. Sollten sich Zuckerkristalle am Topfrand bilden, kurz einen Deckel darauf geben, damit sich diese durch den Dampf auflösen.
  5. Solange kochen lassen bis sich so gut wie kein Dampf mehr auf einem darübergehaltenen Deckel absetzt und der Zucker dunkelgold geworden ist.
  6. In die Pfanne gießen. Gummihandschuhe anziehen.
  7. Sobald die Masse etwas zäh am Rand wird (das geht sehr schnell), mit einem Teigspachtel von den Rändern her zusammenschlagen und kreisförmig zusammenschieben. Mit einem Kochlöffelende in der Mitte ein Loch stechen und mit den Händen vorsichtig auseinanderziehen. Eine Achterschlinge machen, zusammenfalten und wieder auseinander ziehen. Vorgang nochmals wiederholen, dann alles zu einem gleichmässig dicken, kreisrunden Strang formen. Auf dem Pfannenboden legen.
  8. In die Mitte, die noch gut warme flüssige Mehlmasse schütten.
  9. Mit dem Zuckerstrang wieder eine Achterschlinge formen und zusammenfalten. Wieder vorsichtig direkt in der Mehlmasse auseinanderziehen, Achterschlinge formen - zusammenfalten - auseinanderziehen.
  10. Ist die ganze Mehlmasse in dem Zuckerstrang eingearbeitet, kann man mit dem Ziehen weiter in der Luft fortfahren bis alle Zuckerfäden so dünn sind, dass sie automatisch reißen. Sobald das passiert zerpflückt man die ganzen Zuckerfäden bis man vor einem Haufen handgemachter, fetter, mehliger  Zuckerwatte steht.
  11. Sind harte Stücke dabei, dann entfernt man diese. Ansonsten teilt man den luftige, gezogene Masse und presst einen Teil nicht locker in die Plastikform.
  12. Mit einem spitzen Messer 3 mal vertikal und 3 mal horizontal alles durchschneiden. Stürzen und die Würfel voneinander trennen. Mit der anderen Hälfte wiederholen.
  13. Oberfläche mit etwas flüssiger Butter betupfen und mit gehackten Pistazien bestreuen. Eventuell in Papierförmchen stecken.
 Butterschmalz-Mehlmischung vor dem Rösten
 Butterschmalz-Mehlmischung nach dem Rösten
 Fertiger Zuckersirup in der Pfanne
 Einmal von den Rändern her zur Mitte hin zusammengefalten
 In einen gleichmässig starken, runden Strang gezogen
 Mehlmischung in die Mitte gegossen
Torus in eine Achterschlinge gelegt
 Achterschlinge zusammengefalten
 ....viele Achterschlingen und ziehen später....
 ....und nach noch mehr ziehen und in Achterschlingen legen und falten...
das Ergebnis ist etwas gröber als der Chinesische Drachenbart
In eine Plastikdose leicht gepresst und geschnitten

Tipps:
  • Wer kein Kichererbsenmehl zu Hause hat, kann auch nur Mehl nehmen.
  • Statt der beschichteten Pfanne, kann man auch eine Silikonmatte nehmen.
  • Will man die Zuckerstränge nicht so fein, dann kann man auch früher schon mit dem Ziehen und zusammenfalten stoppen.
  • Man kann auch in die fertige Zuckerwatte, Kardamom oder fein gehackte Nüsse mischen.
  • Wer keine Plastikform hat kann auch kleine Ausstechformen nehmen und die fertige Zuckermasse dort vorsichtig hineinpressen und dann einfach herausdrücken. Bei einer runden Ausstechform mit 5 cm Durchmesser ergibt das dann 10 Stück.
  • Vegan: Statt dem Butterschmalz wird in Indien auch manchmal Erdnussöl oder Kokosfett verwendet.
 Nur mit Mehl (ohne Kichererbsenmehl) zubereitet

In eine Ausstechform gepresst

Kommentare:

  1. ciaoo complimenti per la ricetta!!bel blog ti seguo anch'io ^_^

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  2. Dies sieht vielversprechend aus.Ich probiere gerne neue sachen:))

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  3. Ich habe Soan Papdi erstmals probiert, lecker! Sehr süß,ähnlich wie Zuckerwatte, und gewürzt wie Yogi-Tee, also gerade recht für die Weihnachtszeit.

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    1. Danke für das Feedback! Freut mich, dass es so gut gelungen ist. LG Anna

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  4. klingt gut, aber hat auch beim 3. versuch nicht geklappt. die zuckermasse wird spätestens nach der "3. 8" hart wie stein :(
    as hab ich falsch gemacht? ghee, mehl, wasser, zucker - alles nach rezept - außer dass ich nur zucker genommen habe da ich keinen traubenzucker da hatte...
    lg

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    1. Traubenzucker verhindert die Rückkristallisation und wird statt dem üblichen Glukosesirup verwendet. Ist bei diesem Rezept ein "Muss". Ist kein Traubenzucker im Haus, würde ich einen halben Esslöffel Zitronensaft versuchen. Ist nur schwerer kalkulierbar und eventuell schmeckt man dann auch die Säure... Den Chinesischen Drachenbart vorher versuchen oder wenigstens das Rezept nachlesen...
      LG Anna

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  5. Hallo Anna.
    Kann das Mehl auch gegen Reis- oder Maismehl ausgetauscht werden? Für eine glutenfreie Variante?
    LG Katinka

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    1. Hallo Katika,
      ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber ich kann mir Reis oder Maismehl gut dazu vorstellen. Ich selbst würde wahrscheinlich statt dem Mehl noch mehr Kichererbsenmehl nehmen, da es so ein tolles Aroma hat.
      Liebe Grüße
      Anna

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