Mittwoch, 11. Mai 2011

Grundmasse: Koshian - fein pürierte Azukibohnen mit Zucker

Azukibohnen sind Bestandteil sehr vieler japanischer Süßigkeiten. Je nach dem Feinheitsgrad der zubereiteten Bohnenpaste, gibt es verschiedene Namen. Der Sammelbegriff für alle Formen ist  Anko. Wir bereiteten für verschiedene Süßigkeiten ein Koshian zu. Das sind Azukibohnen die fein püriert und von der Schale befreit werden. Der typische Bohnengeschmack ist dabei so gut wie verschwunden. Nach dem Hinzufügen von Zucker erinnert der Geschmack und die Konsistenz an Edelkastanien-Püree. Normaler Weise wird die Azukibohne nach dem Weichkochen und pürieren durch ein Sieb gepresst. Wir haben uns für eine raschere Methode entschieden, da wir auch noch ein bisschen mehr von dem schönen Rot der Schale haben wollten.

Zutaten:
300 g Azukibohnen
180 g Zucker
viel Wasser
Küchengerät: Flotte-Lotte mit dazu passenden Topf
  1. Bohnen mit sehr viel Wasser einweichen, denn sie quellen sehr stark auf.
  2. Nach mindestens 12 Stunden abseihen und gut abwaschen.
  3. In einem großen Topf geben und gut mit Wasser bedecken. Aufkochen und eine kurze Weile kochen lassen. Dann wieder in einem Sieb schütten. Inzwischen hat sich starker Schaum gebildet. Topf gut auswaschen. Bohnen abwaschen und nochmals in den Topf geben. Jetzt mit sehr viel Wasser bedecken. Nochmals aufkochen. Hat sich wieder Schaum gebildet, dann Vorgang wiederholen. Ansonsten Hitze kleiner drehen und 90 Minuten kochen lassen. Je nach Bohnen können sie auch schon etwas früher weich sein. Die Bohnen sollten sich zwischen zwei Finger zerdrücken lassen.
  4. In einen Sieb schütten. Dann in ein Mulltuch (kann auch ein Geschirrtuch sein) schütten und das überschüssige Wasser auspressen.
  5. Eine Flotte-Lotte hat normaler Weise 3 Einsätze. Den mittleren oder den feinsten Einsatz nehmen und die Bohnen durchdrehen. Die zurückbleibenden Schalen in den Komposteimer geben und das Gerät am besten gleich zerlegen und abwaschen.
  6. Bohnenmasse in eine beschichtete Pfanne geben. Zucker dazu schütten und gut verrühren. Auf mittlerer Hitze die Masse einkochen. Die Masse sollte fest seinbeim Hochheben des Kochlöffels nicht mehr herunterrinnen, sondern hängen bleiben.
  7. Masse vor der Weiterverarbeitung auskühlen lassen.
 gewaschene Azukibohnen
 eingeweichte Azukibohnen (das Wasser ist hier zuwenig)
  Flotte-Lotte im Einsatz
mit Zucker vermengte Paste - noch zu weich
 richtige Konsistenz
Tipps:
  • Wer keine Flotte Lotte hat, kann die Bohnen auch mit der Schale in einem Standmixer pürieren. Die rotierenden Schneiden zerkleinern die Schalen sehr gut, sofern sie noch scharf sind natürlich.
  • Oder den Fleischwolf verwenden.
  • Ansonsten bleibt immer noch die Möglichkeit, die Bohnen mit einem Schöpflöffel durch einen Sieb pressen.
  • Tsubuan erhält man, wenn die Bohnen nur gekocht und gesüßt werden.
  • Tsubushian erhält man, wenn die gekochten Bohnen mit der Schale gestampft werden und die ganze Schale beim süßen noch in der Masse ist.
  • Sweetend red bean paste gibt es manchmal auch im Asienladen bereits fertig in Dosen zu kaufen.
links mitllerer - rechts feiner Einsatz der Flotten-Lotte

Kommentare:

  1. Kann man anstatt adzuki bohnen auch rote bohnen nehmen? ^^
    Tolles Rezept, mal wieder ;)

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  2. Kann man anstatt adzuki bohnen auch rote bohnen nehmen? ^^
    Tolles Rezept, mal wieder ;)

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  3. Nein, denn diese Bohnen schmecken nicht. Azuki Bohnen schmecken ähnlich wie Maroni. Wer Maroni mag, mag auch Azuki Bohnen. Die Saubohne oder auch Rosenbohne genannt, wurden im Krieg bei uns als Maroniersatz genommen. Das wäre die Bohne, die der Azuki am nächsten kommt.

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