Dienstag, 17. Mai 2011

Crashkurs: Wagashi aus Nerikiri - Teil 1

 
So kunstvoll japanische Wagashi aus Nerikiri auch aussehen, die Japaner haben dabei so ihre Tricks. Heute zeigen wir Ihnen den Trick mit dem Taschentuch zur Herstellung von Blütenknospen.

Was wir dazu brauchen:
Nerikiri, Koshian,  Lebensmittelfarbe (4 Grundfarben), 1 neues, gewaschenes und gebügeltes Baumwolltaschentuch

Vorbereitung:
Aus Koshian (rote Bohnenpaste) Kugeln in der Größe eines Ping-Pong Balles formen und auf ein Tablett bereit stellen.
Einen Teil Nerikiri weiß lassen. Die restliche Masse in gelb, grün, rosa und violett einfärben. Das Einfärben geht sehr gut mit einem kleinen Löffel in einer kleinen Schüssel. Pulver lässt sich nicht so gut verarbeiten wie flüssige Lebensmittelfarbe. Für rosa nimmt man sehr wenig rote Farbe, für violett etwas mehr von der roten als von der blauen Farbe. Ist die Farbe zu kräftig ausgefallen, dann fügt man einfach mehr Nerikiri hinzu. Die Farben werden wir noch im Crashkurs Teil 2 und 3 benötigen.


1. Etwas violette Masse nehmen und zu einer Kugel in Ping-Pong Ball Größe formen. Die Kugel zwischen zwei Handflächen zu einer Scheibe platt drücken. Scheibe in der linken Hand lassen und eine Koshian-Kugel in die Mitte der Scheibe setzen. Mit der linken Hand die Scheibe etwas gegen die Kugel pressen und mit der rechten Hand die Scheibe über die Kugel oben zusammendrücken. Zuletzt zwischen beiden Händen eine Kugel formen. (Nerikiri fühlt sich ähnlich an wie Kartoffelteig beim Kartoffelknödel machen.)

2. Taschentuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten. In die Mitte die große eingefärbte Kugel und darauf die kleinere weiße Kugel setzen.


3. Das Taschentuch an den Enden zusammen nehmen. Mit der linken Hand die Enden zusammen halten und mit der rechten Hand die Kugel so zusammendrehen, als ob man die Masse auspressen möchte.

3. Mit den Fingern der rechten Hand die fest eingedrehte Kugel am oberen Ende ein wenig zusammenpressen.
4. Aus dem Taschentuch auspacken. Fertig!

Hier noch ein Beispiel mit 3 farbigen Kugeln:
1. Eine grüne, gelbe und weiße Kugel in der Größe einer Kirsche vorbereiten und nebeneinander auf die Arbeitsfläche legen.
2. Einen Teigspachtel darüber legen.
3. Mit der Hand vorsichtig flach drücken.

4. Eine Koshian-Kugel in die Mitte setzen.
 5. In die linke Hand geben und leicht zusammenpressen. Mit der rechten Hand Masse nach oben drücken und Kugel verschließen. Zwischen beiden Händen eine Kugel formen.
 
6. Kugel in das Taschentuch geben, zusammendrehen, oben etwas zusammendrücken und auspacken. Fertig.
Noch ein Beispiel:
Hier haben wir einfach etwas grüne Masse unten in die weiße Kugel gleich mit hineingeformt. Dann eine kleine grüne Kugel auf die größere, zweifarbige gesetzt und in das Taschentuch, wie schon gehabt, gegeben. Ausgepackt und noch einen kleinen gelben Tupfer dazugesetzt.

Das kleine glänzende Blättchen, bei der ersten Blüte, haben wir mit einem Gemisch aus Agar-Agar und eingefärbten Nerikiri gemacht. Erst die Masse zusammengekocht, dann auskühlen lassen und mit einem Förmchen ausgestochen. Mit einem Zahnstocher noch ein paar Äderchen eingeritzt und auf die Blüte gesetzt.

Nerikiri selbst lässt sich auch gut mit Förmchen ausstechen. Hier haben wir Farbreste zusammengeknetet und ausgestochen.

Hier ein Beispiel mit Naturfarben. Dazu verwendeten wir einmal eine Koshian-Kugel mit einer kleinen weißen Nerikiri-Kugel, das andere mal eine Koshian-Kugel und eine mit Matcha Teepulver eingefärbte Nerikiri-Kugel. Matcha Tee ist auch der Tee, den die Japaner, zu oder nach diesen Köstlichkeiten trinken.






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